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Autophon AG, CH - Solothurn

VHF - Empfänger E-628

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überarbeitet am 22.7.2010

Einfachsuper, ZF 10,7 MHz (FM), 1,6 MHz (AM schmal)

Analoganzeige

AM, FM

20 - 180 MHz

Empfindlichkeit:
< 2 uV 20-100 MHz, < 5 uV 100 - 180 MHz

Selektivität: 8, 25, 75 kHz

RF Gain, Squelch, Deemphasis
Bedienungsanleitung

Parallel zum Kurzwellen- / Allwellenempfänger E-627 entwickelte Autophon in der Mitte der Fünfzigerjahre einen VHF-Empfänger, welche auch den Flugfunkbereich abdecken konnte. Das Gerät wurde zu Überwachungszwecken und von den Flieger- / Flabtruppen eingesetzt, unter der Bezeichnung E-77 wurde es zu Überwachungszwecken von den PTT eingesetzt und auch an zivile Flugüberwachungsstellen u.a. in Südamerika und Finnland exportiert.

Der E-628 verfügt über ein olivgraues Metallgehäuse, ein abnehmbarer Frontdeckel deckt zum Transport sämtliche Bedienungselemente ab, beim Betrieb kann der Deckel mit Schnappverschlüssen an der Geräterückwand angebracht werden. Die Frontplatte misst 44 cm, das Gerät mit den Tragegriffen 51 cm in der Breite, mit den Gerätefüssen 27 cm in der Höhe, 26 cm in der Tiefe und bringt 20 kg auf die Waage.

Die Frontplatte gliedert sich zur Linken in drei Bereiche: oben der Antenneneingang als SO-239 Buchse, daneben der Erdanschluss. Zwischen den Sicherungen und dem S-Meter findet sich ein Taster, der das Instrument zur Kontrolle der korrekten Anodenspannung umschaltet.
In der Mitte unter der individuell gravierten geeichten Trommelskala der Bandbereichsschalter und der Abstimmknopf, in der untersten Reihe der Bedienelemente die Regler zur Beeinflussung der HF ("Empfindlichkeit") & NF - Verstärkung. Es schliessen sich der Umschalter für die verschiedenen Zeitkonstanten der Nachabschwächung / Deemphasis, die Rauschsperre / Squelch und die Bandbreitenschaltung an, darüber der Kippschalter zur Umschaltung FM und AM.
Die rechte Seite der Frontplatte dominiert der durch ein Drahtgitter geschützte Gerätelautsprecher, darunter finden sich Spannungswahlschalter, Netzschalter und die Eingangsbuchse für die Netzspannung und Zerhackernetzteil. Unter dem Lautsprecher war eine Stationsuhr mit 7 Tagewerk angebracht, diese Uhren (übrigens mit einem mit leicht radioaktiver Farbe markiertem nachtleuchtendem Zifferblatt) wurden oftmals vor der Liquidierung der Geräte entfernt, oft zeugen nur noch drei Schraubenlöcher davon...

Die Geräterückseite ist frei von Anschlüssen oder Bedienelementen, es findet sich unter einem Metalldeckel ein Zubehörfach, im Originalzustand finden sich darin noch verpackte Ersatzröhren und der zum Gerät gehörige hochohmige Kopfhörer.

Die Bedienung ist unproblematisch: Nach Anlegen der Netzspannung (auf die im Fensterchen angezeigte Netzspannung achten) heizt das Röhrengerät innert 1 - 2 Minuten auf.
Zum UKW - Rundfunkempfang soll der Empfindlichkeitsregler auf Maximum "10" stehen, die automatische Schwundregelung AVC / "Antifading" ist eingeschaltet, die Rauschsperre auf O. Im Bereich 85 - 122 MHz geht's im UKW - Bereich auf Wellenjagd. Die korrekte Betriebsart ist FM, die Bandbreite 75 kHz, der Deemphasisregler sollte auf 75 us stehen. FM-Sender senden die hohen Frequenzbereiche mit erhöhtem Pegel (Pre-Emphasis), um den natürlichen Klangeindruck wieder herzustellen, wird im Empfänger diese Höhenanhebung wieder rückgängig gemacht.
Für den Empfang militärischer / kommerzieller Kommunikation in Schmalband-FM kann die Bandbreite auf 75 kHz vermindert und die Deemphasis auf 280 usec eingestellt werden.
Im Flugfunkbereich 118 - 136 MHz wird Amplitudenmodulation eingesetzt, also auf AM umschalten, um das Wetter von Zürich - Kloten zu hören.

weitere Lektüre:
d: das Fernmeldematerial der Schweizer Armee, 7. Folge, R. J. Ritter
d: www.radiomuseum.org

© Martin Bösch 26.12.2006