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Modifikation am Century 21
© weltweit hören 11 / 1987

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überarbeitet am 22.7.2010

Century 21 - Verbesserungen

Doppelsuper,

Analoganzeige, linear, 5 kHz

AM, SSB (BFO)

0,5 - 30 MHz

Selektivität -6 dB
5,5 kHz

Sensitivität
SSB < 0,3 uV, AM < 1 uV

RF-Gain, Preselektor, S-Meter

Der Century-21 hat eingangsseitig einen Abschwächer "RF-Gain". Das ist ein simples Potentiometer (V6) mit 500 Ohm. Mit ihm sollen starke Eingangssignale abgeschwächt und damit Kreuzmodulationseffekte bekämpft werden. Das ist auch der Fall. Bei sehr guten Empfangsbedingungen kommt es jedoch vor, daß die Summenspannung von der Antenne immer noch zu hoch ist und Kreuzmodulationen (auch Intermodulationen genannt) im Eingang des Gerätes entstehen. Ohne große Schwierigkeiten kann man sich da jedoch helfen, indem man das Potentiometer anders schaltet und einen Widerstand entfernt oder kurzschließt.

Bild 1 zeigt die ursprüngliche, Bild 2 die neue Beschaltung. Die Potis sind dabei von hinten gesehen.


Nach Bild 1 liegt die Antenne am Ende E der Widerstandsbahn des Potentiometers V6. Dessen Anfang A liegt über R 33 mit 47 Ohm an Masse. Die Ankoppelungsspule LA des Eingangsschwingkreises des Gerätes ist am Schleifer angeschlossen. Je nach seiner Stellung können unterschiedlich hohe Werte der Antennenspannung abgriffen werden. Der Widerstand R 33 sorgt dafür, daß die Antennenspule ein bestimmtes Maß nicht überschreiten kann, welches aber oft eben nicht ausreicht.


Nach Bild 2 liegt jetzt die Antenne am Schleifer und die Spule LA am Ende der Potis. Der Poti-Anfang liegt jetzt direkt an Masse. Durch diese einfache Änderung kann die Antenne ganz an Masse gelegt werden (!). Auch bei sehr guten Empfangsverhältnissen mit guter Antenne und Erde können diese jetzt am Gerät verbleiben und brauchen nicht, wie früher, zwecks KreuzmodulationsVerminderung abgezogen werden.

Um diese Änderung durchzuführen, braucht man nur das komplette Gerät auf dem Kopf auf den Tisch zu stellen. Über die sechs Kreuzschlitzschrauben läßt sich dann das Bodenblech leicht entfernen und man kommt leicht an die Lötösen des Potis heran. Bei der Bedienung muß rnan sich jetzt stets vergegenwärtigen, daß die Antenne an der Masse liegt, also unwirksam ist, wenn "RF-Gain" ganz nach links gedreht ist! Bei der Sendersuche Sollte man daher "RF-Gain" wenigstens auf "4" stehen haben.

Ein weiterer Tip: In Heft 12 / 86 von WWH wurde ab Seite 13 ein 5-kHz-Filter zur Empfangsverbesserung beschrieben. Es stellte sich heraus, daß man diesen Filter fast ständig eingeschaltet lassen kann. Man kann daher die beiden Komponenten (Induktivität 33 mH in Serie mit 33 nF) getrost einbauen. Hierzu bietet sich die Buchse "record" oder das Lautstärkepoti wegen ihrer leichten Erreichbarkeit an.

© Günther Schellhorn, wwh 11 / 1987