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Grundig, Fürth |
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überarbeitet am 24.7.2010 |
Nach dem zweiten Weltkrieg nahm Grundig in Fürth
frühzeitig die Produktion von Heimradios auf, nach einer
enormen Ausweitung an Marktanteil in den 50er Jahren
stellte Grundig im Jahre 1964 mit dem Grundig Satellit 205 den ersten
Weltempfänger im typischen Kofferradioformat vor. Der
Doppelsuper Satellit 208 (1967-68) und der im HF-Bereich
etwas verbesserte 210 (1969-71) verfügten bei einem
Trommeltuner über je 8 KW-Bänder mit Spreizung des im
jeweiligen Bereich liegenden Rundfunkbandes, SSB-Empfang
war mit einem externen Zusatz möglich. Der erste
hochformatige Satellit 1000 (1972-73) und der Nachfolger
Satellit 2000 (1973-75) mit nun erstmalig
grundig-typischer horizontaler Anordnung von Trommeltuner
und Bandspreizskalen waren elektrisch nur wenig
verändert und zeichneten sich durch das eingebaute
Netzteil und ein grosszügigst dimensioniertes NF-Teil
aus. Beim Satellit 2100
(1976-79) wurden moderne Siliziumtransistoren eingesetzt,
das Gerät erhielt Drehregler zur Klangbeeinflussung.
Grundlegende Änderungen fanden sich beim Satellit 3000
(1977-78) mit dem erstmals fest eingebauten SSB-Teil und
digitalem Frequenzzähler sowie 6 UKW-Festsendertasten,
die Überarbeitung zum Satellit
3400 (1978-82) war fast rein kosmetisch. Der Satellit
1400 (1979-82) und das Modell 2400 mit UKW-Stereoempfang (1979-82)
kamen ohne Trommeltuner
aus und waren mit digitaler Frequenzanzeige ausgerüstet.
Einziger Einfachsuper in der Satellitreihe war der
Satellit 300 (1983-85), der mit PLL-Synthese arbeitete
und deutlich kompakter & leichter als die Vorgänger
war, aber enttäuschende Empfangsleistungen bot. Bald
folgte im gleichem Format & Aussehen aber mit
Doppelsupertechnik der Satellit 400 (1986-89) um die
Scharte auszuwetzen, als High-End-Receiver der Satellit 600 (1983-85)/
650 prof. (1986-91) mit
PLL-Synthese, Mikroprozessorsteuerung und als Innovation
motorisch oder manuell abstimmbarem Preselektor, nach
Frequenzeingabe über die Tastatur eilte der
Preselektorzeiger wie von Geisterhand bewegt auf den
richtigen Skalenpunkt. Die Baureihe wurde mit den die
Digitaltechnik mit ihren Speichermöglichkeiten
ausnutzenden Satelliten 500 (1989-91) und 700 (1992-96)
abgeschlossen, beide verfügten über einen
Synchrondetektor, bei letzterem konnte mit ROM- Chips
eine Speichererweiterung eingesetzt werden. Der Satellit
900 wurde in der Fachpresse angekündigt, wurde aber
wegen Produktionsproblemen nur als Prototyp gebaut. Die Grundig-Satellit-Reihe war stets auf den Heimmarkt ausgerichtet, erst die späteren Satellit-Modelle erhielten sogar eine Seefunkzulassung. Im Bau von kommerziellen Kommunikationsempfängern hat Grundig nie versucht, sich ähnliche Lorbeeren wie im Heimmarkt zu verdienen. Portabel- / Stationsempfänger
Parallel zur Satellit-Reihe hatte Grundig immer eine Reihe mit einfacheren kurzwellentauglichen Reiseradios im Angebot, die bei mässigen bis beachtlichen Empfangsleistungen oft durch einen überdurchschnittlichen Klang auffielen. |