the Hallicrafters Co., Chicago

S - 22 R

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überarbeitet am 31.12.2010

Beim Skyrider Marine S-22 R handelt es sich um einen Allstrom - Einfachsuper, der 1940 auf den Markt kam, er basiert auf dem S-22, der unterste Langwellenbereich beginnt allerdings schon bei 110 kHz.
Technisch ist der S-22R abgesehen von der Allstrom - Technologie mit serie - beheizten Röhren wenig spektakulär, das äussere Erscheinungsbild passt mit dem Steering wheel - Knopf und den Zierleisten als Art Deco - Elementen gut neben den berühmten grossen Bruder, den Doppelsuper SX-28.

Einfachsuper, ZF 1600 kHz

Analoganzeige, Bandspreizskala

AM, CW mit BFO

RF Gain

Der S - 22 R Skyrider Marine ist technisch mit dem Sky Champion S - 20 (noch mit der für die frühen Hallicrafters - Geräte typischen Metall-Rundskala) und dem Sky Champion S - 20 R, der bereits ähnlich wie der S - 22 R eine Skalenblende, die nur noch einen sektorförmigen Ausschnitt der Skala freigibt, besitzt, verwandt. Allerdings deckt der Skyrider Marine die Langwelle von 110 - 410 kHz ab, in dem in den USA zur Navigation eingesetzte Langwellenbaken senden. Die ZF liegt mit 1600 kHz wesentlich höher als die Standard-ZF von 455 kHz des Sky Champion und der Kurzwellenbereich 15 - 44 MHz fehlt.

Das Allstromgerät ist für Wechsel- oder Gleichstromversorgung mit 110 - 125 Volt ausgelegt, es war eine Exportversion zum Einsatz an 220 V mit einem speziellen Widerstands - Netzkabel verfügbar. Bevor das Gerät an Netzspannung gelegt wird (swas bei Allstromgeräten generell über einen Stell - Trenntransformator erfolgen sollte), muss daher die am Gerät angegebene Betriebsspannung überprüft werden, auf keinen Fall darf bei einem 220 V - Gerät das Widerstands - Netzkabel durch ein Standardkabel ersetzt werden.

Der Empfänger besitzt ein Metallgehäuse mit einem aufklappbaren Deckel, der Einblick auf die Röhren und Zugang zum Röhrenwechsel gibt, er misst 47 x 21,5 x 28 cm und ist 14,1 kg schwer.

Auf der linken Seite der Frontplatte findet sich die Frequenzskala, welche hinter einer Blende rotiert, die nur einen sektorförmigen Ausschnitt freigibt, gleich darunter finden sich links der HF-Verstärkungsregler R.F.Gain, in der Mitte der Bandschalter und rechts der Lautstärkeregler A.F.Gain.
Unter dem typischen - Hallicrafters Abstimmknopf unter der mechanisch mit der Hauptskala gekoppelten Bandspreizskala finden sich die Schalter für die AVC (eigentlich die automatische HF-Verstärkungsregelung) und den BFO zum CW-Empfang.
Rechts unter dem Lautsprecher mit dem "h"-Logo sind der Tonblendenregler, der ebenfalls für Hallicrafters typisch mit dem Hauptschalter kombiniert ist und daneben der BFO-Regler plaziert, rechts daneben die Kopfhörerbuchse und der Sende-Empfangsumschalter.

Die Bedienung des Empfängers ist an sich unkompliziert: Mit dem Tonblendenregler unter dem Lautsprecher wird das Gerät eingeschaltet, der R.F. Gain-Regler soll auf Maximum stehen, die Lautstärke A.F. Gain halb aufgedreht sein. Mit dem Bandschalter in Position 4 (Band 1: 110-410 kHz / Band 2: 400-1500 kHz / Band 3: 1,7 - 5,9 MHz und Band 4: 5,3 - 18 MHz) kann ganz unten auf Sendersuche im 49 m-Band gegangen werden, der AVC-Schalter soll in der linken Position eingeschaltet sein, der BFO-Schalter nach rechts ausgeschaltet und der Sende-Empfangsumschalter unter dem Lautsprecher ebenfalls in der rechten Position REC stehen. Zum Einseitenband- und CW-Empfang wird der BFO aktiviert, versuchsweise kann veruscht werden, mit manueller Regelung des R.F. Gain die Verständlichkeit zu optimieren.

Der Skyrider Marine ist ein hübsch anzuschauendes Sammlergerät mit dem man in Europa auf Wellenjagd in den Lang- und Mittelwellenbereichen gehen kann, die Frequenzmarken in den Kurzwellenbereichen sind relativ grob ausgefallen, dass eine Station auf einer bekannten Kurzwellenfrequenz nur mit Mühe aufzufinden ist. Vorsicht ist mit der Spannungsversorgung bei diesem Allstromgerät geboten, auf jeden Fall sollte das Gerät nur mit einem Trenntransformer betrieben werden, wahrscheinlich muss gleichzeitig die Spannung auf die für U.S.-Geräte typischen 110 V reduziert werden.

© Martin Boesch 31.12.2010