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Kenwood / Trio - Kenwood Communications, Long Beach

Testbericht R-1000 - © kurier 14 / 1983

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überarbeitet am 26.7.2010

Doppelsuper: 48,055 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige, 1 kHz

AM, CW, USB / LSB

200 kHz - 30 MHz

Empfindlichkeit SSB < 0.5 uV; AM < 2 uV

Selektivität -6/-50 dB
12/25 / 6/18 / 2,7/5 kHz

S-Meter, Noise Blanker, ATTx3, Uhr/ Timer

Auf der ham radio 1979 in Friedrichshafen stellte Kenwood erstmalig seinen neuen Allwellen-Empfänger der Öffentlichkeit vor. Damals im Juli waren weder Presseinfos geschweige denn Testgeräte verfügbar. Erst seit Anfang dieses Jahres ist der R 1000 in ausreichender Stückzahl über den Fachhandel erhältlich. Der Preis ist in der Größenordnung der Typenbezeichnung. also bei rund DM 1.000,-. Vielen Dxern ist sicher noch der 9 R 59 der gleichen Firma in guter Erinnerung oder tut als Zweitempfänger nach wie vor seinen Dienst. Besonders für MW- und Tropenband-DXer mit schmalem Geldbeutel war er wegen seiner guten Trennstufe "das" Empfangsgerät. Die Nachfolgemodelle QR 666 und R - 300 konnten an diesen großen Erfolg nicht anknüpfen und führten nur ein Schattendasein in der Gunst der potentiellen Käufer. Mit dem neuen R - 1000 ist Kenwood aber auf dem besten Wege, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.
Von den Abmessungen und dem Tragegriff präsentiert sich das Gerät wie ein etwas dickeres Kofferradio. Die Bedienungselemente sind übersichtlich und funktionell über die Frontplatte verteilt. Durch die anthrazitfarbene Lackierung des ganzen Gehäuses fügt sich der R - 1000 in fast jede Einrichtung harmonisch und unaufdringlich ein.
Wohl jeder Kurzwellenhörer kommt mit der Bedienung sofort klar, auch ohne vorher die Bedienungsanleitung gelesen zu haben. Die viersprachige Bedienungsanleitung ist übrigens sehr ausführlich und enthält auch eine allgemeine Einführung in das KW-Hobby (Wellenausbreitung, Bandaufteilung). Die Übersetzung ist teilweise etwas holperig, aber man weiss immer, worum es geht. Vielleicht sollte Kenwood Japan zuerst die Übersetzung an die deutsche Niederlassung in Steinbach schicken, damit sie dort korrigiert wird, bevor so etwas aufwendig gedruckt wird.
Der gesamte Frequenzbereich von 0,2 bis 30 MHz ist in 30 Bereiche à 1 MHz unterteilt, die mit dem "Band"-Schalter gewählt werden. Die kHz-Einstellung erfolgt durch den 45 mm grossen Abstimmknopf, der zum schnellen Frequenzwechsel eine Fingermulde besitzt. Zusätzlich zur Analogskala (mech. eichbar) mit Markicrungcn im 10 kHz Abstand besitzt der R 1000 links daneben eine 5stellige Digitalanzeige mit grünleuchtenden, 7 mm hohen Ziffern. Diese Anzeige wird auch für die Uhrzeitangabe und das setzen des Timers mitverwendet, je nach Stellung des "Function "Schalters. Die Uhr und die Ein- und Ausschaltzeiten des Timers lassen sich mit zwei Tasten für Stunden und Minuten Ieicht einstellen. Der Empfänger lässt sich durch den Timer zu jeder beliebigen Zeit ein- und ausschalten. Gleichzeitig wird damit ein Relais geschaltet, dessen 'Kontakte auf der Rückseite an einer DlN-Buchse herausgeführt sind. Damit kann z. B. ein Tonbandgerät geschaltet werden, um bei Abwesenheit interessierende Sendungen aufzuzeichnen Die Betriebsarten werden an einem Drucktastenaggregat gewählt. Gleichzeitig wird damit die Bandbreite umgeschaltet. Starke Empfangssignale können mit einem dreistufigen Abschwächer (RF-Att.) gedämpft werden. Als weitere Bedienungselemente befinden sich noch Drucktasten zum Einschalten von Noiseblanker, Dimmer, Netzschalter und Timer auf der linken Frontseite. Dort sind auch Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Tonband angeordnet. Lautstärke und Tonhöhe werden mit einem Doppelknopf, der leider etwas zu hoch angeordnet ist, eingestellt. Das unterhalb der Digitalanzeige befindliche S-Meter ist bis S 9 + 40 dB eingeteilt. Auf der Rückseite befinden sich Klemmanschlüsse für MW-Antenne, Erde und KW-Antenne (hochohmig). Niederohmige KW-Antennen können über eine Koaxbuchse (S0239) angeschlossen werden. Mit einem Schiebeschalter lässt sich wahlweise der hochohmige oder niederohmige Antennenanschluß auf den Eingang gehen. Die angeschlossene MW-Antenne wirkt nur bis 2 MHz. Ein Zusatzlautsprecher (z. B. Kenwood SP-100) läßt sich über eine Klinkenbuchse (3,5 mm) anschließen. Rechts daneben befindet sich die schon erwähnte Remote-Buchse zur Steuerung von Tonbandgeräten. An anderen Kontakten dieser Buchse kann der Empfänger stummgeschaltet werden, wenn er mit einem Sender zusammengeschaltet wird (muting). Lobenswert ist die Verwendung einer 3poligen IEC-Kupplung zur Netzstromversorgung. Leider ist der Schutzleiter im Innern nur mit einem 0,5 mm dünnen Drähtchen mit dem Chassis verbunden. Im Falle eines Defektes kann das gefährlich werden. Nicht umsonst verlangen die VDE-Vorschriften, daß der Querschnitt des Schutzleiter mindestens dem der stromführenden Leiter entsprechen muß. Jeder Käufer sollte daher im eigenen Interesse vor der ersten Benutzung einen stärkeren Draht (mind. 1 mm O) einlöten (Enden an den Anschlußstellen umbiegen). Kenwood Steinbach wurde über diesen Mangel, der wohl auf Gedankenlosigkeit bei der Konstruktion beruht, unterrichtet. Eine Schraubsicherung wurde aber montiert, ebenso ein Spannungswähler für Netzspannungen von 100/120/220 und 240 V. Ausserdem ist auf der Rückseite eine Aussparung zur Aufnahme eines 12-V-Adapters vorgesehen. Allen in Deutschland ausgelieferten Geräten ist dieser Adapter beilegt. Sämtliche Anschlüsse auf der Rückseite befinden sich auf einem nach innen gebogenen Falz. Durch diesen praktischen Konstruktionskniff ragen die Anschlußstecker nicht nach hinten hinaus und beanspruchen keinen zusätzlichen Raum. Das ganze Gerät ist mechanisch grundsolide aufgebaut. Ebenso wie bei den teilweise wesentlich teureren Amateurtransceivers besteht die Frontplatte aus Metallguß und ist mit dem eigentlichen Chassis mehrfach verschraubt. Ober- und Unterteil bestehen aus Halbschalen, deren Vorderkanten umgefalzt sind. Dieser Versteifung dürfte es zu verdanken sein, daß das Gehäuse nicht scheppert, auch wenn der Lautsprecher auf der Oberseite volle Leistung abgibt. Der stabile Tragegriff ist in verschiedenen Stellungen rastbar und kann dadurch auch zur geneigten Aufstellung des Empfängers verwendet werden.

Schaltung
Im Vergleich zu Empfängern ähnlicher Konzeption (FRG-7, SSR-1) besitzt der R - 1000 keinen separat abzustimmenden Preselector. Die erforderliche Vorselektion übernehmen 6 Oktavbandpässe. die automatisch je nach Empfangsfrequenz geschaltet werden. Diese Konzeption ist zwar einfacher in der Bedienung, bringt aber die Gefahr mit sich daß starke Signale innerhalb des Durchlaßbereiches den Empfänger übersteuern können. Aus diesem Grund ist schon vor den Bandpassen ein schaltbarer Abschwächer angeordnet. Nach den Bandpässen gelangt das Signal auf einen geregelten Dual-Gate MOSFET, dem ein Hochstrom-FET als Trennstufe nachgeschaltet ist. Der folgende erste Mischer ist, ebenso wie der zweite, als Gegentaktmischer mit DualGate-MOSFETs aufgebaut und dadurch besonders großsignalfest. Die erste ZF liegt mit 48,055 MHz weit ausserhalb der höchsten Empfängerfrequenz, womit Spiegelfrequenzprobleme aus dem Weg geräumt sind. Ein vierpoliges Quarzfilter sorgt dort bereits für eine gute Vorselektion, bevor das Signal im 2. Mischer auf die übliche 2. ZF von 455 kHz umgesetzt wird. Diese 455 kHz gelangen entweder direkt oder über die Noise-Blanker-Schaltung auf die Keramikfilter, mit denen die endgültige Selektion vorgenommen wird. Der Noise Blanker tastet alle Störimpulse, die über dem Nutzsignal liegen, wirksam aus.
Die 6-dB-Bandbreiten betragen in Stellung AM wide 12 kHz. AM narrow 6 kHz und bei USB, LSB, CW 2,7 kHz. Schon bei Erscheinen des Empfängers wurde diese Aufteilung verschiedentlich bemängelt. Eine Bandbreite von 12 kHz ist in Europa mit seiner hohen Senderdichte viel zu groß. Besser geeignet ist dagegen das 6 kHz-Filter. Dieses erlaubt auch guten und klangvollen KW-Empfang, wenn nicht gerade 5 kHz daneben eine andere Station quäkt. Für DX im QRM (z. B. Tropenband) kam daher der Wunsch auf, auch bei AM das 2,7 kHz schmale und sehr steilflankige SSB-Filter einschalten zu können. Der Elektronik- Klubdienst baut daher generell alle R - 1000 so um, daß in Stellung AM wide das 6-kHz-Filter und in Stellung AM narrow das 2,7 kHz eingeschaltet wird. Das 12-kHz-Filter ist außer Betrieb, da es in der Praxis ohnehin nutzlos ist. Diese Modifikation ist unbedingt empfehlenswert, wie der einwöchige Test mit so einem umgebauten Exemplar zeigte. Die im normalen Amateurfunkhandel bezogenen Geräte können übrigens leicht entsprechend umgebaut werden. Nach dieser ganzen Selektion wird das Sigual noch verstärkt, bevor es demoduliert wird. Für AM wird ein Diodengleichrichter, für SSB ein Produktdetektor verwendet. Das BFO-Signal wird von zwei quarzgesteuerten Oszillatoren geliefert. Nach der Demodulation erfolgt die übliche NF-Verstärkung (mit einem IC) mit Reglern für Lautstärke und Ton.
Die für den ersten Mischer erforderliche Oszillatorfrequenz wird über eine Phasenregelschaltung (PLL) aus einem 10-MHz-Mutterquarz erzeugt. Für die Umsetzung auf die 2. ZF dient ein 47,6 Quarzoszillator, dessen Signal aber auch, genauso wie die Frequenz des VFOs, in den Phasenregelkreis eingespeist wird. Für die Frequenzanzeige werden die Oszillatorfrequenzen für die 1. und 2. Mischer getrennt gemischt und die Differenzfrequenz dann, nach Teilung durch 10, auf einen LSI-Schaltkreis gegeben. Dieser Schaltkreis enthält nicht nur den Frequenzzähler, sondern auch die Uhr und die Timer-Steuerung. Als Referenz für diese Aufgaben dient ein 3.2768 MHz-Quarz.
Eine genaue Beschreibung der Frequenzaufbereitung würde den Rahmen dieses Testberichtes sprengen. Eine Betrachtung des Blockschaltbildes zeigt aber viele Besonderheiten, die früher nur in viel teureren Empfängern zu finden waren. So sind z. B. alle Oszillatoren sorgfältig über Trennstufen (teilweise zweistufig) ausgekoppelt, um Rückwirkungen zu vermeiden. Das gilt auch für die Mischersignale und den Zählereingang. Überhaupt hat die Schaltung des ganzen Empfängers nicht mehr viel mit Geräten gemeinsam, die zum gleichen Preis noch vor einigen Jahren angeboten wurden.

Praktische Erfahrungen
Nach der umfangreichen Beschreibung von Kenwood neuestem Empfänger fragt man sich sicher, ob der Einsatz in der Praxis das hält, was die Schaltung und die Konstruktion verspechen. Vorneweg kann diese Frage uneingeschränkt bejaht werden. Mit diesem Empfänger hat es nach langer Zeit mal wieder Spass gemacht, quer durch die KW-Bänder zu streifen. Eine 10 m lange Behelfsantenne in Verbindung mit einem Anpassgerät brachten auf den internationalen Bändern überall starke Signale. Uebersteuerungen durch die relativ breiten Eingangsbandpässe traten nur vereinzelt auf und liessen sich mit dem Abschwächer sofort beseitigen. Tagsüber musste der Abschwächer höchstens auf den unteren Bändern auf 20 dB geschaltet werden. Abends war u. U. auch die 40-dB-Stellung sinnvoll. 60 dB Abschwächung sind zu stark und dürften auch bei sehr langen Antennen kaum notwendig sein. Auf MW traten ohne Abschwächer Mischprodukte zwischen DLF, SDR und SWF auf. An verschiedenen Stellen waren zwei dieser Stationen gleichzeitig zu hören. Bei 20 dB Dämpfung verschwand dieser Effekt sofort. Bei dubiosen Signalen sollte daher mit dem Abschwächer geprüft werden, ob das Signal "echt" ist.
Solche Mischprodukte lassen sich auf MW mit einer Rahmenantenne vermeiden, da diese Antenne selektiv ist. Auf KW hilft bei solchen Effekten oft schon die TiefpaBwirkung eines Anpaßgerätes. So werden bei Empfang des 60-m-Bandes die starken Signale aus dem 49-m-Band, die gleichzeitig das Bandpassfilter passieren, genügend stark unterdrückt, um ohne Abschwächer arbeiten zu können. Die Filterbandbreiten der umgebauten Version erwiesen sich in der Praxis als optimal. Das 6-kHz-Filter erlaubte sauberen Empfang bei normalen Empfangsbedingungen und für das DX im QRM spielte das 2,7 kHz Filter seine Trümpfe aus. Ein Filter mit so einer Flankensteilheit (bei 60 dB nur 5,0 kHz) findet man auch bei teureren Geräten oft nicht. Es hält dem Vergleich mit teuren 8poligen Quarzfiltern durchaus stand. Auf 60 m konnten abends mit diesem Filter die üblichen afrikanischen Stationen (Bukavu, SABC, Kenia, Uganda, Togo) problemlos empfangen werden. Als ich eines Sonntags schon um halb sechs aufwachte, nutzte ich die Gelegenheit zu einer kurzen Bestandsaufnahme Richtung Südamerika. Innerhalb einer Stunde wurden folgende Sender gehört und identifiziert: R. Sucre, Ecos del Torbes, R. Barquisimeto, R. Colosal, R. Yaracuy, R. HIN, La Voz del Norte, R. Borborema und Radio Reloj Continente. Zum Abschluss wurde noch Äquatorialguinea auf der neuen Frequenz 5004 kHz gehört. Von diesen Stationen hörte ich drei zum ersten Mal. Was will man mehr von einem Empfänger?
Auf SSB ermöglicht das gute Filter genau so klaren Empfang wie ein dreimal so teurer KW-Transceiver. Mit dem Hauptabstimmknopf werden pro Umdrehung 50 kHz überstrichen. Diese gewählte Übersetzung erlaubt noch eine ausreichend genaue Einstellung von CW und SSB-Sprachsignalen. Die exakte Einstellung von SSB-Musiksigualen oder RTTY-Sendern (in Verbindung mit einem Filterkonverter) erfordert allerdings einiges Fingerspitzengefühl. Wegen des großen Abstimmknopfes und der spielfreien Mechanik ist das allerdings kein Problem. Der VFO-Antrieb besteht aus verspannten Zahnrädern und zählt zur Spitzenklasse. In der 1000-DM-Klasse hat bisher noch kein Hersteller so einen aufwendigen Antrieb spendiert. Die Frequenzstabilität ist auf allen Bereichen gut. Auch AM-Empfang ist nach einer gewissen Anwärmzeit über einen längeren Zeitraum ohne Nachstimmung möglich. Die Tonqualität des nach oben strahlenden Lautsprechers ist überraschend gut und kommt fast an den des Grundig Satellit heran. Leider ist die Wirksamkeit der Tonblende nur gering. Eine Vergrösserung des Regelbereiches wäre wünschenswert. Mit dem R - 1000 hat Kenwood in der 1000 DM - Preisklasse gezeigt, was dort heutzutage alles machbar ist. Sowohl für den ernsthaften Kurzwellenhörer als auch für den DXer ist der R 1000 ein Gerät, mit dem er viel Freude haben dürfte. Neue Geräte werden sich an ihm zu messen haben. Ich danke dem Elektronik-Klubdienst für die Bereitstellung dieses Testgerätes

Jürgen Martens DF 5 TY

Meßwerte Testgerät Kenwood R 1000
Mit einem Signalgenerator (Wavetek Modell 3001) wurden zum Abschluß S-Meter-Anzeige, Spiegelfrequenz-Unterdrückung und ZF-Sicherheit gemessen. Es ergaben sich folgende Werte:

S-Meter-Anzeige Kenwood R 1000 bei 10 MHz (bei anderen Frequenzen ähnlich):

  R 1000 Intl. Festlegung
S 1 0.6 0.2
S 2 0.9 0.4
S 3 1.1 0.8
S 4 1.6 1.6
S 5 2.0 3.1
S 6 2.7 6.2
S 7 3.6 12.5
S 8 5.5 25.0
S 9 9.1 50.0
S9 + 20 dB 80 500
S9 + 40 dB 1 mV 5 mV

Unterhalb S4 ist das S-Meter also etwas träge, während es darüber etwas zu großzügig anzeigt. Verglichen mit den ,Schätzeisen" in anderen (auch teureren) Empfangern, kann das S-Meter im R 1000 aber als recht brauchbar bezeichnet werden.

Spiegelfrequenzunterdrückung

1. ZF (48,055 MHz) 2. ZF (455 kHz)
66 - 71 dB je nach Bereich besser als 63 dB

Die technischen Daten lt. Bedienungsanleitung werden also übertroffen (besser 60 dB).

ZF-Sicherheit

1. ZF (48,055 MHz) 2. ZF (455 kHz)
oberhalb 16 MHz: 75 dB
unterhalb weit darüber nicht mehr meßbar
nicht meßbar, da Empfänger
vorher übersteuert wird

Auch diese Messwerte sind besser als die von Kenwood angegebenen 70 dB.

Die Empfindlichkeit konnte nicht genau gemessen werden, da keine Zeit zur Ermittlung des Signal-/Rauschabstandes zur Verfügung stand. Kenwood gibt folgende Werte für 10 dB Rauschabstand an:
0,2 - 2 MHZ: 5 uV bei SSB, 30 uV bei AM
2 - 30 MHZ: 0,5 uV bei SSB, 3 uV bei AM
Als diese Pegel auf den Eingang gegeben wurden, waren die Siguale klar zu hören. Auch bei der Hälfte der angegebenen Spannungen war noch deutlich ein Signal zu hören. Auch die Empfindlichkeit dürfte damit besser als die angegebenen Daten sein.

© kurier

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