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Kenwood / Trio - Kenwood Communications, Long Beach

Testbericht R-1000 - © Rainer Lichte, ADDX

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überarbeitet am 26.7.2010

Kenwood R - 1000

Die japanische Firma Trio-Kenwood ist in Amateurkreisen hinreichend bekannt. Auch der Hi-Fi - Liebhaber weiß die gute Qualität der Geräte aus dem fernen Osten zu schätzen. Das Gerät ist ein sogenannter Nachrichtenempfänger mit durchgehendem Frequenzbereich von 0,2 - 30 MHz, Synthesizerschaltung und natürlich digitaler Frequenzanzeige. Es handelt sich insgesamt um eine völlige Neuentwicklung: sowohl die Schaltung als auch das Äußere des R-1000 sind frisch. Bemerkenswert ist das geringe Volumen dieses Newcomers. Der neue Kenwood hat eine FTZ-Nummer und einen durchgehenden Frequenzbereich von 0,2 - 30 MHz!
Doppelsuper: 48,055 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige, 1 kHz

AM, CW, USB / LSB

200 kHz - 30 MHz

Empfindlichkeit SSB < 0.5 uV

Selektivität -6 dB
12 / 6 / 2,7 kHz

S-Meter, Noise Blanker, ATTx3, Uhr/ Timer

Das Gerät
Der R- 1000 ist ein Stationsempfänger. Er besitzt also keine eingebauten Antennen und ist auch nicht für Batteriebetrieb ausgelegt. Jedoch ist externer Anschluß eines 12-V-Akkus möglich. Die Maße des Gerätes sind im Vergleich mit anderen Stationsempfängern unglaublich gering: nur 30 x 11 x 22 (B HT in cm). Dabei glaubt man eher ein Kofferradio vor sich zu haben - eine glatte Fehleinschätzung dieses neuen RX. Bedingt durch diese geringen Maße ist die Unterbringung der nötigen Bedienungselemente kein leichtes Unterfangen. Dem Formgestalter ist jedoch hier ein akzeptabler Kompromiß gelungen. Das Gehäuse besteht aus solidem Metall, die Frontplatte aus Kunststoff. Die Farbgebung anthrazit, silber, schwarz ist unaufdringlich modern. In die obere Gehäuseseite ist der runde Lautsprecher eingelassen. Er strahlt daher nach oben ab, wenn man vor dem Gerät sitzt. Die Frontplatte ist in drei Felder aufgeteilt. Links oben befindet sich der Funktionsschalter für die grüne Digitalanzeige; auf Wunsch können angezeigt werden: Frequenz, Zeit, Vorwahlzeit für ein, Vorwahlzeit für aus. Die eingebaute Digitaluhr kann auch als vorprogrammierbarer Zeitschalter arbeiten. Die Uhrzeit wird mit den beiden Tasten rechts neben diesem Schalter eingestellt. Darunter nun der Netzschalter (Drucktaste), rechts neben diesem der Schalter für die erwähnte Timerfunktion. Es ist damit möglich, das Gerät zu einer vorbestimmten Zeit einschalten zu lassen, um es dann automatisch nach einer vorbestimmten Zeitspanne wieder auszuschalten. Mittels einer Buchse an der Rückseite kann ein aufzeichnendes Bandgerät zeitgleich gestartet und wieder gestoppt werden. Natürlich funktioniert der Empfänger damit auch als Musikwecker; dann wird eben die gewünschte Weckzeit als Timerfunktion eingegeben. Die Uhrzeiten werden im 12-Stundenformat angezeigt. Zwei kleine Leuchtbalken neben der Ziffernanzeige signalisieren Vormittag (grün) bzw. Nachmittag (gelb). Unter dem Netz- bzw. Timerschalter befinden sich die Buchsen für Kopfhörer (PL-Stecker) und Tonbandaufnahme (kleiner Klinkenstecker). In der Mitte unten dienen zwei Drucktasten zum Umschalten der Heiligkeit von Anzeige und Skalenbeleuchtung bzw. zum Einschalten des Störbegrenzers. Das mittlere Feld enthält die Digitalanzeige (fünfstellige grüne Panaplexröhre), das S-Meter (S 1 bis S 9+40dB) und den Abstimmknopf mit Analogskala und Nacheichungsmöglichkeit. Diese Skala ist grün beleuchtet und in 10kHz- Markierungen geteilt. Der große, gerändelte und mit einer Fingermulde versehene Abstimmknopf ist mit 50 kHz pro Umdrehung passend untersetzt. Die Abstimmung ist sehr leichtgängig und ohne jegliches Spiel.
Im rechten Feld ganz außen befindet sich der Knebelschalter für die Antennensignalabschwächung mit den Stellungen 0, -20, -40, -60 dB. Er übernimmt praktisch die Funktion des - nicht vorhandenen - Verstärkungsreglers. Links daneben die konzentrischen Einsteller für NF-Lautstärke und -klang. Darunter vier Tasten (beleuchtet wenn geschaltet): AM breit, AM schmal, oberes Seitenband, unteres Seitenband bzw. Tastfunk. Der große Stellknopf rechts unten schaltet in 30 Raststellungen die MHz-breiten Frequenzbänder. Alle Schalter sind gut leserlich in englisch beschriftet.
Der erste ZF-Verstärker der 455 kHz-Stufe liefert die Signalspannung an den Treiberverstärker für das S-Meter. Über einen Trennverstärker wird aus der zweiten ZF-Stufe die AGC-Spannung gewonnen. Geregelt werden beide ZF- Stufen: die 2. ZF und der HF-Vorverstärker. Filter und SSB- Oszillatoren werden über Signaldioden geschaltet.
Die PLL-Schaltung ist eine der aufwendigsten. Als Referenz wird ein 10 MHz-Quarz verwendet. Alle Stufen werden über Pufferverstärker entkoppelt. Die VFO-Abstimmung wird mittels Drehkondensator vorgenommen. Damit wird die Frequenz der zweiten PILL-Schleife im Bereich von 5.545 - 4.545 MHz verändert. Die Digitaluhr benutzt einen MM 5524 IC mit einem Quarz von 3.2768 MHz. Sämtliche Versorgungsspannungen sind geregelt bzw. stabilisiert.
Der innere Aufbau des Gerätes ist natürlich sehr kompakt, ohne allerdings dabei an Übersichtlichkeit zu verlieren. Im Gegenteil, die Servicemöglichkeiten können durchaus als gut bezeichnet werden. Die Verarbeitung ist sehr sauber und ordentlich; alle Hauptverbindungen auf der Mutterplatine sind steckbar und die Abgleichpunkte gut erreichbar.

Betriebsergebnisse
Die geringen Abmessungen des R-1000 machen diesen Empfänger wirklich transportabel und erlauben das Aufstellen auch im Wohnzimmer oder auf dem Schreibtisch. Trotz der auffälligen Zierlichkeit macht das Gerät einen durchaus robusten Eindruck. Bedienungselemente und Anschlüsse lassen sich gut handhaben. Der fehlende HF- Verstärkungseinsteller wird durch den Dämpfungsschalter hinreichend ersetzt. Da dieser Abschwächer vor den aktiven Schaltungskomponenten liegt, werden Übersteuerungen mit Sicherheit vermieden. Das Fehlen eines Frequenz- Feineinstellers (ca. 10 kHz) konnte durch die sehr leichtgängige Abstimmung nicht kompensiert werden, bei 50 kHz/ Umdrehung des Abstimmknopfes braucht man für SSB doch schon eine ruhige Hand. Die Möglichkeit zur mechanischen Nacheichung der Analogskala ist begrüßenswert. Der im Gerät verwendete Leistungs-IC des NF-Teils erzeugt ein recht hohes Rauschen; der Regelbereich der Tonblende ist minimal. Die Stellung AM-breit ist für KW im allgemeinen nicht brauchbar: Starkes Interferenzpfeifen läßt sich nicht vermeiden. Beim Fehlen störender Nachbarstationen erlaubt "breit" allerdings auf allen Bereichen einen ganz ausgezeichneten Klangeindruck. Bis auf das hohe Grundrauschen handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges NF-Teil. Die schmale Bandbreite ist gut ausgelegt, hat aber leider nicht genügend Selektion, um die Sender sauber zu trennen. Dafür wäre die bei SSB verwendete Filtersteilheit optimal. Eine spätere Modifikation scheint gut möglich. Ein Feineinsteller für BFO/SSB fehlt: es muß also stets mit dem Hauptabstimmknopf gefummelt werden.
Sehr angenehm ist die direkte Umschaltmöglichkeit der Antennen, erlaubt sie doch den augenblicklichen Vergleich der Effektivität zweier verschiedener Wellenfänger. Da der R-1000 über eine automatische HF-Regelung verfügt, ist das Beurteilen von S-Werten unmöglich. Die AVC/AGC regelt stets auf einen vorbestimmten Pegelwert hoch, und das S-Meter ist außerdem viel zu empfindlich. NF-mäßig klingt der Empfänger angenehm und präsent, besser z.B. als der ICF-6800 W, obwohl die Abstrahlung des Schalls nach oben geschieht. Während des Betriebstests wurde bemerkt, daß bei geringstmöglicher Einstellung der NF-Lautstärke das kritisierte Rauschen nicht mehr so störend in Erscheinung trat. Diese Art des Hörens ist natürlich nur in einer wirklich ruhigen Umgebung möglich; derselbe Effekt tritt allerdings auch bei Kopfhörerbetrieb auf. Die nicht ausreichende Selektivität bei AM-schmal ließ oft nur die Abstimmung im SSB-Mode auf das Seitenband als letzten Ausweg zu. Der Empfang war dann überraschend sauber und klar. Bei SSB- Betrieb ist ein positiver subjektiver Unterschied zu anderen Geräten dieser Preisklasse bemerkbar. Daher ist das - wenn auch etwas mühsamere - Abstimmen auf das Seitenband bei schwierigen Empfangssituationen bei diesem Gerät unbedingt empfehlenswert. Damit kann ganz allgemein auch bestimmten Schwunderscheinungen (Selektivschwund) wirksam begegnet werden.
Das Gerät besitzt einen stabilen, rastbaren Tragegriff, mit dem auch geneigte Aufstellung möglich ist. Eine Metallschürze auf der Rückseite weist eine Reihe weiterer Anschlüsse und Bedienungselemente auf: drei Klemmtasten für MW-Antenne/ Erde/ Antenne A und eine SO-239 Koaxbuchse für Antenne B. Dazu gehört ein kleiner Schiebeschalter, der wahlweise Antenne A oder B an den Eingang legt. Ein externer Lautsprecher kann an eine kleine Klinkensteckerbuchse angeschlossen werden. Der eingebaute Lautsprecher wird damit abgeschaltet. Für das mit der Timerfunktion eventuell zu steuernde Tonbandgerät ist eine DIN-Buchse
vorgesehen, die aber nicht das NF-Signal führt, sondern das aufnehmende Gerät mittels des im R-1000 eingebauten Relais ein- bzw. ausschaltet. Die Anschlüsse zu dieser DIN-Buchse werden im Handbuch ausführlich beschrieben. Nicht im Handbuch beschrieben, aber beim Testgerät und allen anderen in Deutschland ausgelieferten Geräten vorhanden, ist eine Buchse für Batterie- oder Akkuanschluß (12 -14 Volt, ca. 1 - 12 Ampere). Netzanschlußbuchse, Sicherungshalter und Netzspannungswähler vervollständigen die Ausrüstung des R-1000. Dem aufwendig verpackten Gerät liegen als Zubehör 5m Draht als Behelfsantenne, Netzkabel, diverse Stecker und Ersatzsicherungen sowie eine gut gemachte Bedienungsanleitung bei. Dieses mehrsprachige Handbuch geht in hervorragender Art auf Antennen, Empfangsbedingungen, Empfangstechnik und Gerätebedienung ein. Viele Zeichnungen und eine Bandübersicht lassen auch den Newcomer gleich voll einsteigen. Leider fehlt eine Schaltungsbeschreibung; dafürsind aber Blöckschaltbild und kompletter Stromiaufplan dargestellt. Zum Gerät gibt es einen passenden Zusatzlautsprecher gegen Aufpreis.

Die Schaltung
Wie schon die reichliche Bestückung (siehe technische Daten) vermuten läßt, handelt es sich bei dieser Neukonstruktion keineswegs um eine verbesserte Kofferradioschaltung. Uns fiel die Ähnlichkeit mit der im sehr viel teueren NRD-505 verwendeten Schaltungstechnik auf.
Nach der Antenneneingangsumschaftung A/B und dem resistiven Abschwächer durchläuft das Antennensignal das sich jeweils zuschaftende Bandpaßfilter. Die Anschaftung der BPF geschieht über Steuerdioden. Das ergibt eine verlustarme Leitungsführung. Erstes aktives Element der Schaltung ist der HF-Vorverstärker Q1 mit einem Dual-Gate- MOSFET, der rauscharme und verzerrungsfreie Verstärkung ermöglicht. Ein nachfolgender Trennverstärker koppelt das Signal rückwirkungsfrei auf den ebenfalls mit MOSFETs bestückten und im Gegentakt arbeitenden 1.Mischer. Die 1.ZF ist 48.055 MHz, - hoch genug, um Spiegeffrequenzen und anderen Problemen aus dem Wege zu gehen. Die Selektion wird hier durch die Verwendung eines Keramikfilters bestimmt. Der sich anschließende 2. Mischer setzt auf die 2. ZF von 455 kHz um, der gebräuchliche Wert in Schaltungen dieser Art. Das ZF-Signal durchläuft nun den aktiv arbeitenden Störbegrenzer und wird dann je nach gewählter Betriebsart bei AM demoduliert (breit/schmal), oder mittels quarzgeneriertem Trägerzusatz als SSB in einem Ringmodulator aufbereitet. Vor der Demodulation liegen noch zwei ZF-Verstärker. Als Filter werden sämtlich neuere Keramiktypen von Murata verwendet, die sich durch geringe Welligkeit auszeichnen. NF-Vorverstärker und Endverstärker (IC) schließen sich an.
Auf externe Antennen reagierte der Kenwood freudig: je länger, je lieber, zumal wahlweise hoch- oder niederohmig angepaßt werden kann. Die selbstgestrickte 170 cm Stabantenne auf PL-259 Stecker war eine akzeptable Notlösung. Auf dem Bereich bis 2 MHz wird die Antennenfrage kritisch: Mit einem einfachen Draht ist da nicht viel zu holen, und wer hat schon Platz für eine Beveridge-Antenne? Für den BC- Bereich sollte eine Rahmen- oder Ferritantenne benutzt werden; die Störungen werden sonst zu groß. Auf den KW-Bereichen ist bereits mit den beiliegenden fünf Meter Draht brauchbarer Empfang möglich; mit abgestimmter Langdrahtantenne ist ganz ausgezeichneter Fernempfang zu verwirklichen.
Wegen der AGC-Charakteristik muß der R-1000 langsam durchgestimmt werden - sonst gehen sehr viele Stationen in der Regelkennlinie unter. Die zu schnelle Abstimmung ist ohnehin ein häufiger Fehler bei der Wellenjagd.
Die dezent grünleuchtenden Skalen und Anzeigen werden als wohltuend empfunden. Die beiden schaltbaren Helligkeitsstufen sind gut aufeinander abgestimmt. Bis auf die Selektionen und das Rauschen bei bestimmten Empfangssituationen hinterläßt der R- 1000 einen guten Eindruck: vielleicht ein Ansatzpunkt für den Hersteller, hier Abhilfe zu schaffen.
Der Störbegrenzer konnte Impulsstörungen wirksam austasten. Die Empfindlichkeit des Empfängers ist besser als die Herstellerangaben und besserals die Selektion der Schaltung ausnutzen kann. Bis auf dieses Manko ist der R-1000 den anderen Empfängern in dieser Preisklasse mindestens ebenbürtig und kommt durchaus an den ICF-6800 W heran.

Wertung und Kritik
Der zu breite Durchlaß der Filter für AM-schmal wurde mehrfach erwähnt. Hier liegt die Hauptkritik an diesem sonst guten Empfänger. Ein Frequenzfeineinsteller (Clarifier) wäre ebenfalls zu fordern. Damit sind aber die negativen Wertungen schon fast erschöpft, sieht man von Kleinigkeiten ab: Der Tragegriff läßt sich nur sehr schwer verstellen. Man hat fast Angst, ihn dabei abzubrechen. Die Unterseite des Gerätes sollte entschärft werden, die Standfüße sind nicht möbelfreundlich. Bei SSB-Betrieb zeigt die Digitalarizeige nicht den echten Träger (wie z.B. Sony und NRD-505). Das starke Rauschen ist durch sorgfältige Wahl der NF-Lautstärke und der Antennenanpassung unter dem als störend empfundenen Wert zu hatten.
Frequenzkonstanz, Empfangsleistung und Handhabung sind als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Die Frage nach dem Batteriebetrieb ist akademisch: Bei gut 16 Watt Leistungsaufnahme ist kein akzeptables Verhältnis von Betriebsstunden/ Kosten zu erzielen. Der Betrieb mittels Autobatterie ist jedoch eine interessante Möglichkeit für Reisen und Wochenendhäuser ohne Netzanschluß.
Ein Lob verdienen die vielfachen Antennenanschlußmöglichkeiten. Insgesamt machte der R-1000 einen sehr abgerundeten Eindruck.

Kenwood R - 1000 Technische Daten und Meßwerte
Hersteller Trio-Kenwood
Vertrieb Fachhandel
Gerätetyp Stationsempfänger im Kleinformat
Schaltungstyp PLL-Synthesizer, Doppelsuper
Frequenzbereich 0.2 - 30 MHz
Frequenzanzeige digital 5-stellig, grune Panaplexröhre, Analogskala
Abiesegenauigkeit 1 kHz
Absolute Genauigkeit -114 Hz
Frequenzstabilität +/- 228 Hz / 12 St. bei gleichbleibender Temperatur
+/- 689 Hz bei DeltaC von 10°C
Besonderheiten Schaltuhrbetrieb, Digitaluhr, Antennenumschalter, geringe Abmessungen, Schaltausgang für Bandgerät

HF-Teil
Empfindlichkeit

in uV an 50 Ohm bzw. 1 KOhm bei BC
0.1 MHz - 1.5 MHz für 26 dB S+ N/N
2 MHz - 30 MHz für 6dB S+N/N
Modulation AM, 400 Hz, 30 Prozent

Frequenz (MHz) AM breit AM schmal SSB
0.2 30 30 -
0.5 20 20 -
1 14 14 -
2 0.8 0,6 0,3
5 0,8 0,6 0,3
7 0,5 0,4 0,3
10 0,4 0,2 0,3
15 0,3 0,3 0,28
20 0,25 0,22 0,2
25 0,32 0,3 0,28
30 0,3 0,3 0,25

Trennschärfe(kHz): 7 MHz +/- 1 MHz

  -6 dB -60 dB
breit 7,2 19.1
schmal 3.8 12.4
SSB 2.4 6.0

Spiegelfrequenzsicherheit besser als 65 dB
ZF-Festigkeit besser als 70 dB
AGC-Regelbereich besser als 75 dB für 3 dB NF-Anderung
Abstimminstrument S1 = 0.6 uVolt; Mitte 2,7 uVolt; Ende = 600 uVolt
Antennen Wahlschalter A/B, MW-Antenne mit getrenntem Anschluß
Antennenanschlusse 1 Koax 50 Ohm, 2 Klemmen 1 kOhm, Erde
Sonstiges Dampfungsschalter - 18 dB, -38 dB, -53 dB

NF-Teil
Leistung, Sinus 1.3W, 10%THD
Frequenzgang 75-17.30OHz, +/- 3 dB
Tonblende +/- 4 dB bei 1 kHz
Störbegrenzer -
Lautsprecher 8 Ohm, 12 cm Durchmesser
Anschlüsse Kopfhörer 4 - 16 Ohm, stereo-kompatibel; Anschluß hochohmiger Hörer problemlos möglich; NF-Ausgang DIN-kompatibel im Pegel, aber kein DIN-Anschluß
Stromversorgung 100 - 240 Volt, 12 - 14 Volt DC
Leistungsaufnahme 22 Watt minimum bei Netzbetrieb; 16 Watt minimum bei Batterie-/Akkubetrieb
Maße 30 x 12 x 22 BHT in cm
Gewicht 5,4 kg
Bestückung 40 ICs, 11 FETs, 63 Transistoren, 72 Dioden
FTZ-Nummer 1165/12
Preis ca. DM 1000.-

© Rainer Lichte, Kurzwellenempfänger - Qual der Wahl

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d: Klein und fein: Kenwood R- 1000, Nils Schiffhauer, KW-Oldie-Empfänger