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Kenwood / Trio - Kenwood Communications, TokyoR - 300 |
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überarbeitet am 26.7.2010 |
Technisch entsprach der Kenwood R-300 dem Vorgängermodell QR-666, die Frontplatte wurde kosmetisch an die Erfordernisse der Mitte der Siebzigerjahre angepasst.
Der Kenwood R-300 war das erste Gerät aus der R-xxxx Reihe und verfügte im Gegensatz
zu den späteren Geräten nur über eine analoge Frequenzskala, die späteren Geräte
verfügten über digitale Frequenzanzeigen. Die Frontplatte wird von den zwei horizontalen Trommelskalen mit den danebenliegenden
Abstimmknöpfen dominiert. In der Mitte liegen übereinander die grün hintergrundbeleuchteten Skalen, die obere Skala deckt die Langwelle, Mittelwelle und in vier Segmenten den ganzen Kurzwellenbereich bis 30 MHz ab. Auf der unteren Skala können mit dem danebenliegenden Abstimmknopf die gespreizten Amateurfunkbänder eingestellt werden. Rechts von den Trommelskalen findet sich oben die Tastenreihe für die Betriebsart,
AM oder CW/SSB (zum SSB-Empfang wird ein BFO zugeschaltet, mit dem BFO-Regler links
unterhalb der Skalen wird der Beat-Ton resp. das Seitenband eingestellt). Die weiteren
Tasten betätigen den Störaustaster / Noise limiter ANL ), den Tonwahlschalter und schalten
vom breiten auf das schmalere ZF-Filter um. Rechts von den Betriebsartenschaltern
liegt der RF-Gain (HF-Verstärkungsregler). Ein Lautsprecher ist an der linken Geräteschmalseite eingebaut. An der Geräterückseite finden sich die Klemmanschlüsse für Langdrahtantennen, die Anschlüsse für die Netzspeisung und für 13,8 V Gleichstrom zum Autobatteriebetrieb und die klinkenuchse für einen externen Lautsprecher. Oben sind einige Abgleichelemente von der Geräterückseite her direkt zugänglich, ähnlich wie beim 9R59DS kann auch die S-Meter-Empfindlichkeit eingstellt werden. Nun zur Empfangspraxis: Nach dem Einschalten mit dem Netzschalter links unten
wird der RF-Gain-Regler voll aufgedreht, dann mit dem AF-Gain auf ein mittelstarkes
Rauschen eingestellt. Zum Empfang der Deutschen Welle auf 6075 kHz muss die
Betriebsart AM gewählt werden, der Bandbereichschalter aud D stehen und auf der
Skala D zwischen die Marken von 6 und 6,1 MHz eingestellt werden. Wenn nun die
Nachrichten der DW hörbar werden, kann mit der Feinskala noch optimal abgestimmt werden
und ggf. der Antennentrimmer auf Signalmaximum eingestellt werden. Zusammenfassend ist der Kenwood R-300 als Allwellenempfänger zum Suchempfang auf den Kurzwellenbändern brauchbar und erlaubt den Empfang manch einer exotischen Station, auch Amateurfunker können in CW und SSB gehört werden. Ohne Speichermöglichkeiten und bei nur rudimentärer Möglichkeit der Bestimmung der Frequenz einer empfangenen Station ist zum Einstieg in den Kurzwellenempfang ein Gerät mit digitaler Frequenzanzeige eher zu empfehlen. © Martin Bösch 10.6.2004
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