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Nordmende, BremenNordmende Galaxy Mesa 9000 / 9000st |
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überarbeitet am 16.9.2010 |
Mit der Überarbeitung der Empfänger der Galaxy Mesa Serie von Nordmende kam 1972 nicht einfach ein leicht verbesserter Galaxy Mesa 7000 heraus, das Gerät erlebte tiefgreifende Verbesserungen und erhielt die Modellnummmer 9000. Der "Grosse" Nordmende verfügt nun über all die Features, die dem 7000er mangeln: durchgehende Kurzwellenbereiche, SSB-Empfang, UKW-Presets. Der Galaxy Mesa 7000 konnte mit dem Grundig Satellit 2000 gleichziehen, allerdings nur, wenn der Grundig mit dem SSB-Zusatz ausgestattet ist, sonst hat der Nordmende sogar den BFO voraus.
Man nehme sich einen Grundig Satellit 2000/2100, baue noch einige Feinheiten ein - versetze sich bezüglich der technischen Möglichkeiten in die frühen siebziger Jahre zurück - und heraus kam aus den Werkstätten der Firma Nordmende der Galaxy Mesa 9000. Der Galaxy Mesa ist eines der grössten (49x27x12 cm bxhxt) und schwersten
(7 kg) Kofferradios und kann es mit den grossen Grundig Satellit oder Sonys
aus der CRF-Reihe in Punkto Ausmassen aufnehmen. Etwas mehr als einen Drittel der Frontplatte nimmt zur Linken der Lautsprechergrill
ein. Ähnlich wie der Galaxy Mesa 7000 verfügt auch der Mesa 9000 eine grüne
Frequenzskala, unter den Skalen für Lang- und Mittelwelle finden sich die
Skalen der Bereiche SW1 (Tropenband 1,6 - 5 MHz resp. 60 m), die Bereiche
SW2 und SW3 decken den gesamten Kurzwellenbereich bis 18,5 MHz ab und erlauben
auch den Empfang von Ausserbandfrequenzen, dies allerdings ohne Bandspreizung.
Mit dem Knebelschalter wird der Trommeltuner betätigt, der in Stellung BANDS die
gespreizten Kurzwellenbereiche schaltet, ähnlich wie bei den Vorgängermodellen
zeigt eine dreickige rote Marke das eingestellte Meterband an. Die Abstimmung im
Kurzwellenband erfolgt mit dem äusseren Ring des mittleren Abstiommknopfs.
Der unterste Abstimmknopf wirkt auf den UKW-Bereich. Das Aufleuchten einer
grossen grünen Kontrollampe rechts neben der Frequenzskala zeigt eine UKW-Stereosendung
an - der grosse Galaxy Mesa kann nämlich Stereo ! Der BFO ist nur ein Notnagel zum SSB-Empfang, eine Feinabstimmung ist nur innerhalb der gespreizten Bänder möglich, eine manuelle Regelung des RF-Gain, der HF-Verstärkung, ist nicht vorgesehen. Immerhin verfügt der Galaxy Mesa 9000 auch über gespreizte Amateurfunkbänder und kann hier einige Stationen hörbar machen.
Abschliessend sehe ich den Galaxy Mesa 9000 heute eher als Sammlerstück und evtl. noch als wohlklingender Zweitempfänger denn als Spitzen-Dx-Empfänger; Funkdienstempfang (CW über Decoder, RTTY) ist mit ihm nicht realisierbar. Zur Zeit der Herstellung brachte der Galaxy Mesa 9000 alles mit, was einen Wunsch-Kurzwellenempfänger für zu hause ausmachte. Professionelle Geräte setzten allerdings bereits Ende der sechziger Jahre vor allem beim SSB-Empfang wie auch bezüglich der Frequenzablesegenauigkeit ganz andere Landmarken, aber die privaten Besitzer eines Collins R-390A oder eines 51-S1 waren noch recht dünn gesät (wer besitzt heute schon einen Telefunken E1800...). © Martin Bösch 12.12.2004 |
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