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Panasonic / National Panasonic,
Matsushita Electric Industrial Co. Ltd., Osaka

DR - 31 / RF - 3100 L

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überarbeitet am 16.9.2010

Nach den ersten Weltempfängern mit digitaler Frequenzanzeige, die auf konventionellem Empfängerdesign mit Frequenzzähler basierten, stellte Panasonic 1982 mit dem RF-3100 ein Gerät einer neuen Empfängergeneration mit PLL-Frequenzsynthese vor. Die Bedienung des RF-3100 ist geradlinig, der gute Empfang und die einfache Bedienbarkeit machen das noch gelegentlich als Gebrauchtgerät erhältliche Radio zu einem guten Einsteigerempfänger.

Doppelsuper, ZF 2 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige auf 1 kHz genau, 30 kHz - 30 MHz

AM, CW, USB/ LSB, FM (UKW)

Empfindlichkeit SSB < 0.5 uV

Selektivität -6 dB
3,8, 8 kHz

S-Meter, RF-Gain

Der RF-3100 ist als Reiseempfänger konzipiert, mit den Bedienungselementen auf der Längsseite imponiert er auf den ersten Blick als kleiner Stationsempfänger und kann auch als solcher eingesetzt werden. Mit den Abmessungen von 37,1 x 12,2 x 24,1 cm und dem Gewicht von 3,2 kg ist er als eigentlicher Reiseempfänger zu grossformatig. Als das Gerät 1982 vorgestellt wurde, war das Kriterium für den Einsatz auf Reisen noch, ob das Gerät unter dem Flugzeugsitz verstaut werden kann. Jedenfalls kann der RF-3100 mit 110-125 / 220-240 V Netzstrom oder auch 8 UM-1 Batterien betrieben werden, in einem kleinen Fach an der Geräteunterseite ist das Netzkabel versorgt. Der Batteriefachdeckel auf der Oberseite des Empfängers ist mit einem Bandbelegungs- und Zeitzonenplan bedruckt. Das Gerät kann mit einem klappbaren Bügel zum Betrieb aufgestellt werden, an seitlichen Ösen kann ein Tragegurt eingeschlauft werden.

Der linke Viertel der Frontplatte wird vom nach vorn abstrahlenden 9 cm Lautsprecher eingenommen. Der entsprechende rechte Frontplattenabschnitt gibt dem beinahe gleich grossen mit einer Fingermulde ausgestatteten Abstimmknopf Platz, ganz oben rechts findet sich der Netzschalter. Im Gerätemittelteil findet sich rechts der Drehschalter, mit dem im Europamodell UKW, LW, MW und die 29 MHZ-Bereiche geschaltet werden. Links davon folgte die blau-grüne Fluoreszenzanzeige, die die Empfangsfrequenz auf 1 kHz genau angibt, die rote Betriebszustands-LED die mit sinkender (Batterie-)Spannung dunkler wird und links das recht empfindliche grosszügig anzeigende in S-Stufen anzeigende Feldstärke- Messinstrument. Tasten unter der Frequenzanzeige schalten die S-Meter- Beleuchtung zur Ersparnis von Batteriestrom ab, schalten das breite resp. schmale ZF-Bandbreitenfilter und aktivieren den BFO zum Empfang von Einseitenbandsendungen. In der Reihe darunter liegen die Kopfhörerbuchse, der Lautstärkeregler, ein Doppelpoti zur getrennten Höhen-/Bass- Klangregelung, der RF-Gain - Regler, der die Hochfrequenz- Verstärkung regelt und mit dem bei Übersteuerung ein Signal abgeschwächt werden kann, und zuletzt die BFO-Regler. Mit diesen inkl. Netzschalter zehn Bedienelementen ist die Bedienung des RF-3100 ausgesprochen einfach und rasch erlernbar. Auf der Geräterückseite finden sich drei Klemmen für eine Langdraht- und Dipolantenne und ein Schalter, der auf die interne Teleskopantenne umschaltet, über die DIN-Audiobuchse kann ein Signal einem Tonbandgerät zugeführt oder ein Tonsignal dem Empfänger zur Verstärkung zugeführt werden.

Praktisch ist der Kurzwellenempfang mit dem RF-3100 einfach: Auf einen Druck auf den Netzschalter leuchtet die rote LED und das Gerät rauscht. Mit dem Bandsegment -Drehschalter wird auf Kurzwelle die MHz-Stelle eingestellt, beispielsweise 6. Die weiteren Stellen werden mit dem Abstimmknopf eingestellt, bei 155 ertönt RÖI Wien auf der Frequenz 6155 aus dem Lautsprecher. Die Empfindlichkeit ist zum Betrieb mit der Teleskopantenne bei weitem ausreichend, Langdrahtantennen toleriert der RF-3100 nicht allzu gut, vor allem im dichtbelegten 49m-, 31m-, 25m-Band nachts muss das Signal zur Vermeidung von Übersteuerungen, das Wunschsignal geht in einem Mix von durchschlagenden starken Sendern unter, unter Einsatz des RF-Gain- Reglers abgeschwächt werden. Die beiden ZF-Filter sind beide nicht sehr steilflankig, aber zum praktischen Einsatz gut dimensioniert, das schmale Filter trennt gut im 5 kHz-Raster. Der SSB-Empfang ist mittels BFO möglich, aber wenig komfortabel und aufgrund der Empfängerdrift, die gemäss Spezifikationen nach Warmlaufen 500 Hz pro Stunde betragen kann - nach meiner praktischen Erfahrung muss der Empfänger aber in einer Stunde manchmal 2 - 4 kHz nachgestimmt werden - nur mit Abstrichen geniessbar. Aufgrund des Entstehungsalters und Konzeptes des Empfängers fehlen Speichermöglichkeiten und Uhrfunktionen, zum reinen Kurzwellen- und UKW-Empfang eingesetzt ist das Preis- Leistungsverhältnis auf dem Gebrauchtgerätemarkt oft gut.

weitere Lektüre:
e: WRTH tests popularly priced receivers, Panasonic RF - 3100, Larry Magne, WRTH 1983

© Martin Bösch 25.7.1999