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Panasonic / National Panasonic,
Matsushita Electric Industrial Co. Ltd., Osaka

DR - Q63 / RF - 6300 L

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überarbeitet am 16.9.2010

Als der DR-Q63 / RF-6300 von Panasonic auf den Markt kam, waren grosse und eindrucksvolle "Weltempfänger" mit einem grossen Traggriff und langen Teleskopantennen "en vogue".

Doppelsuper, I.F. 2600 / 455 kHz

Digitalanzeige

AM, FM (UKW)

Empfindlichkeit

Selektivität

12 Frequenzspeicher, Uhr / Timer

Der DR-Q63 / RF-6300 ist ein eindrucksvoller riesiger tragbarer Weltempfänger der mit seinen Abmessungen von 43 x 29 x 13,2 cm und seinem Gewicht von 6 kg "tragbar" eher im eigentlichen Sinne des Wortes ist, ein Reisebegleiter für die Manteltasche ist der DR-Q63 bei weitem nicht, was man allerdings vom Grundig Satellit 3400 oder Nordmendes Galaxy Mesa 9000 auch nicht gerade behaupten kann, alle diese Empfänger sind zum Einsatz auf dem Schreibtisch bestimmt.
Der Empfänger kann vom Netz mit 110-230 V oder mit sechs UM-1 Batterien betrieben werden, letztere werden allerdings nicht lange durchhalten.

Der obere Teil der Frontplatte wird von verschiedenen Anzeigeinstrumenten eingenommen: von links her aufgezählt sind das eine LCD - Quartzuhr (mit den Bedienelementen gleich darunter), die blaugrüne Fluoreszenzanzeige, das analoge S-Meter und eine Übersichtstabelle über die Kurzwellenbandbelegung und die verschiedenen Kurzwellenbereiche des Empfängers.
Die linke Hälfte des unteren Frontplattenteils wird vom Lautsprechergrill eingenommen, der den 12 cm durchmessenden Lautsprecher abdeckt.
In der Mitte der rechten unteren Hälfte der Front findet sich in der Mitte der enorm grosse Hauptabstimmknopf, er kann mechanisch blockiert werden, es sind zwei Abstimmgeschwindigkeiten umschaltbar.
Die 12 Tasten für die Frequenzspeicher sind links vom Hauptabstimmknopf angeordnet, gleich darunter der Lautstärkeregler, die Buchsen für Kopfhörer / Ohrhörer und gleich daneben der Schalter für die schmale und breite ZF-Bandbreite und der BFO-Schalter.
Zur Rechten des Hauptabstimmknopfs findet sich etwas oberhalb eine Reihe von sechs gleichartigen Drucktasten. Der Schalter ganz rechts dient als Hauptschalter, unter den Bedienelementen finden sich unter anderem die Tasten um die Frequenzanzeige und die Skalenbeleuchtung zur Stromersparnis abzuschalten.
Der Bandschalter gleich darunter lässt UKW, Lang- und Mittelwellen und die fünf Kurzwellenbereiche wählen. Im Bereich SW1 von 1,6 - 3,9 MHz ist der DR-Q63 als Einfachsuper geschaltet, darüber in den Frequenzbereichen SW2 - SW5 (3,9 - 7 / 7-12 / 12-20 / 20-30 MHz) als Doppelsuper. In der rechten unteren Ecke der Front finden sich die als separate Regler ausgeführten Bass- und Höhen- Klangregler, der BFO - Regler und der RF Gain - Regler.

Die Bedienung ist relativ unkompliziert: Mit dem kleinen RADIO ON/OFF schalterchen wird der Empfänger eingeschaltet, mit dem Bandschalter das korrekte Kurzwellenband eingestellt, die kleine Tabelle rechts vom Signalstärkeinstrument hilf dabei, das richtige Band zu finden: Zum Empfang des 49 m Kurzwellenbands wäre SW2 die richtige Wahl, mit dem Hautpabstimmknopf wird auf 6 - 0 - 7 - 5 eingestellt - et voilà: Radio Deutsche Welle aus Köln!

Zusammenfassend ist der DR-Q63 / RF-6300L ein grosser tragbarer Doppelsuperempfänger, der mit zwölf Frequenzspeichern ausgestattet ist, die Möglichkeit der direkten Frequenzeingabe fehlt. Der Empfänger verfügt über zwei Bandbreiten, die Filter sind entsprechend der Zeit, in der der Empfänger entwickelt wurde, nicht sehr schmal respektive steilflankig. CW und mit etwas Abstrichen Einseitenband ist mittels schaltbarem BFO möglich. Der Klang ist dank der kräftig dimensionierten Endstufe und dem grossen Lausprecher sehr ansprechend.
Der Empfänger kann mit professionellen oder auch semiprofessionellen Empfänger, wie sie im Amateurfunkbereich üblich sind, nicht mithalten. Aus heitiger Sicht handelt es sich um ein noch "brauchbares" Sammlerstück, welche einen Entwicklungsschritt zwischen einem Analoggerät mit Frequenzzähler und einem voll mikroprozessorkontrollierten Empfänger dokumentiert, im praktischen Einsatz aber durch einen taschenbuchgrossen Doppelsuper mit Frequenzspeichern und anderen Schikanen ersetzt werden kann und auf Reisen mit Sicherheit daheim bleibt.

© Martin Bösch 20.7.2010