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Sanwa 6090 DF / Miramo 6090 DF

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Sanwa 6090 DF
 
Empfängerliste

überarbeitet am 1.4.2011

Beim Sanwa 6090DF handelt es sich um einen damals preisgünstig vertriebenen Doppelsuper, im Gegensatz zu vielen Geräten verfügte er bereits schon um eine digitale Frequenzanzeige.
Die Auswahl der verwendeten Bauelemente und das Schaltungskonzept erinnert an Empfänger aus dem Hause Matsushita, der Panasonic RF-2600 zeigt grosse Ähnlichkeiten.
Doppelsuper, ZF 2 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige, 1 kHz

AM, CW/SSB (BFO), FM

Selektivität -6 dB/ -60 dB
8,1/27,3 kHz

Sensitivität
MW 55 - 70 uV, 5-30 MHz AM 1,5 - 2,9 uV

RF-Gain, 2 FM-Fixfrequenzen

Beim Sanwa 6090DF, der auch unter der Bezeichnung Miramo vertrieben wurde, handelt es sich um einen Allwellen - Doppelsuperempfänger mit einer digitalen Frequenzanzeige.
Der Kofferempfänger mit seinem Kunststoffgehäuse misst 33 x 23 x 10 cm und bringt 2,6 kg auf die Waage, er kann mit 220 V Wechselstrom oder 8 UM-1 Monozellen betrieben werden.

An der Oberseite der Frontplatte findet sich links die grünleuchtende Fluoreszenzanzeige der digitalen Frequenzanzeige, ähnlich wie beim Panasonic RF-2800 oder RF-2900 arbeitet der Frequenzzähler nicht absolut exakt, die angezeigte Frequenz kann mit dem Regler "SW Calibrator" bei einer auf bekannter Frequenz sendenden Station nachgestellt werden.
Zur Rechten finden sich die horizontalen analogen Frequenzskalen, das analoge Feldstärkeinstrument, der Wellenschalter und der Hauptabstimmknopf.

Im unteren Bereich der Frontplatte finden sich neben dem Lautsprechergrill in der Mitte die Rändelschrauben und rudimentären Frequenzskalen der zwei Mehrgangpotis, welche zur Einstellung der beiden FM-Frequenzpresets dienen - ja, der Sanwa 6090DF verfügt über zwei UKW - Frequenz"speicher".
Darunter finden sich eine Reihe Kippschalter, neben dem Hauptschalter sind es die Schalter für die Digitalanzeige, die AFC; gleich darunter die Klinkenbuchsen für den externen Lautsprecher, den Tonbandausgang und einen Mikrophoneingang, der Empfänger kann auch als Durchsageverstärker genutzt werden.

In der rechten unteren Ecke der Frontplatte finden sich die Drucktasten für die AM und den UKW-Bereich und die beiden UKW-Fixfrequenztasten; gleich daneben der Lautstärke- ud die getrennten Höhen- und Bassregler.

Der Betrieb des Sanwa 6090DF ist völlig unproblematisch, Netz und Frequenzanzeige auf "ein", die Betriebsartentaste "AM" muss gedrückt werden und mit dem Bandbereichsschalter das Band "SW2" gewählt werden, mit dem Abstimmknopf kann nun auf 6075 kHz eingestellt werden und benachbart das starke Signal der Deutschen Welle in Köln aufgesucht werden. Wenn beim mit dem S-Meter angezeigten Signalmaximum im Zähler nicht exakt 6075 kHz angezeigt werden, kann die angezeigte Frequenz mit dem "SW Calibrator" nachgezogen werden, bis auf dem Signalmaximum auch exakt 6075 kHz angezeigt werden - die Frequenzstabilität des Signals der DW ist wesentlich besser, als die des Frequenzzählers des Sanwa 6090DF.

Die Empfangsqualität des Sanwa 6090 entspricht der Preisklasse des Geräts, die Trennschärfe und Frequenzstabilität lässt im Vergleich zu aktuellen Geräten zu wünschen übrig - aus heutiger Sicht ist der Sanwa 6090DF eher ein Sammlergerät welches die Epoche der Empfängerentwicklung vor der Einführung der PLL - Syntheseempfänger dokumentiert, als ein taugliches DX-Gerät.

weitere Lektüre:
d/e: Testbericht Sanwa 6090DF, addx / Rainer Lichte, Kurzwellenempfänger - Qual der Wahl