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Sony Corporation, TokyoCRF - 320 / CRF - 320 A |
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überarbeitet am 25.9.2010 |
Um 1978 brachte Sony mit dem CRF-320 einen hochpreisigen portablen Weltempfänger auf den Mark, der aufgrund des hohen Preises von über 4000.- DM keine sehr grosse Verbreitung erfuhr, sich aber von den Empfangsleistungen her im AM-Empfang noch mit heutigen Empfängern messen kann. Im Gegensatz zu den Grundig Satellit 3000 / 3400 Empfängern basierte der CRF-320 auf dem Wadley-Loop - Prinzip und war nicht mehr mit dem mit Kontaktschwierigkeiten behafteten Trommeltuner mit ungenauer Skalenablesung ausgestattet.
Der mit Batterien 13 kg schwere Kofferempfänger präsentiert sich in einem anthrazitfarbenen Kunststoffgehäuse, er ist oben mit einem stabilen Traggriff, mit Seitengriffen mit Frontplattenschutz und einem Schutzdeckel für den Transport ausgestattet. Mit seinen 45 x 31 x 21 cm ist der Empfänger gerade noch trag-bar, kann aber als Stationsempfänger mit gut angepassten Teleskopantennen und Batteriebetrieb netzunabhängig betrieben werden. Auf der Frontplatte findet sich links oben eine Weltzeituhr, die Timerbetrieb erlaubt,
bei den älteren Modellen elektrisch, bei den neueren als Digitaluhr ausgeführt. Darunter
die beiden Halbrundskalen für UKW-FM und Lang- / Mittelwelle, in diesen Bereichen wird die
Frequenz nicht digital angezeigt. Unterhalb der FM-Skala sind die Schalter zum Ausschalten
der automatischen Stummschaltung und der AFC beim UKW-Empfang.
Zuunterst unter einer Zierleiste ganz links Anschlüsse für Kopfhörer, Tonbandausgang und Timer- Ausgang zur Steuerung eines Aufnahmegeräts, der Lautsprecher und die Klang- und Lautstärkeregelung. Ganz rechts der Netz-/ Timerbetriebsschalter. Auf der Geräterückseite oberhalb der Batterie- und Netzkabelfachdeckel die Schraubklemm- Anschlüsse für UKW- Mittelwellen- und abschaltbare Kurzwellen- Aussenantennen. Technisch ist der CRF-320 als Doppelsuper mit einer Frequenzaufbereitung nach
dem Wadley Loop - Prinzip geschaltet. In einer PLL-Schaltung aufbereitete 1 MHz-
Signale (mittels Bereichsschaltung zu wählen) werden mit dem Signal eines linear laufenden
variablen Oszillators (VFO-Frequenz 3.455 - 2.455 MHz) gemischt und so die erste
Zwischenfrequenz von 45,145 MHz erreicht, da die ZF-Frequenz über dem Empfangsbereich
liegt, können Spiegelfrequenzen wirksam umgangen werden. Im praktischen Betrieb wird zunächst mit dem 10- und 1 MHz-Schalter der gewünschte 1 MHz-Kurzwellenbereich vorgewählt und dann mit dem Hauptabstimmknopf die entsprechende Frequenz eingestellt, welche dann auf der Analogskala oder auf 1 KHz genau digital abgelesen werden kann. Ein wichtiger Schritt ist dann die optimale Einstellung des Preselektors, bei Fehlstellung des Preselektors ist der Empfang kaum möglich und der Empfänger mag "taub" erscheinen. Nach Abstimmen des Vorkreises schlägt das S-Meter dann weit nach rechts aus und der Sender wird hörber. Etwas umständlich bei diesem Empfängerkonzept ist, dass beim Checken von mehreren Parallelfrequenzen in verschiedenen Kurzwellenbändern jedesmal der Preselektor nachgestellt werden muss. Bei voll digitalgesteuerten Empfängern mit elektronischer Preselektion (wie dem NRD-535) geschieht dies automatisch, bei anderen Billig-PLL-Empfängern wird auf die Vorselektion verzichtet, das zum Auftauchen von "Geisterstationen" an unerwarteten Stellen auf der Skala führt (und das Signal von Lomé im Tropenband sich zur vollen Stunde als Spiegelfrequenz des französischen Dienstes der VOA entpuppt...). Beim CRF-320A sind solche Überraschungen nicht erwarten, es lohnt sich das Entdecken der verbliebenen Afrikaner im Tropenband mit einem wohlklingenden Empfänger mit edlem Bedienfeeling. Zusammenfassend ist der CRF-320A als Traumempfänger von Vielen in den achziger Jahren beim stationären und netzunabhängigen Betrieb immer noch hervorragender DX-fähiger Empfänger, mit dem ohne Aufspannen externer Antennen und Sorgen um die 220 V-Zufuhr auf Wellenjagd gegangen werden kann, einige Gimmicks wie Senderspeicher, Passbandtuning und Notchfilter machen den Unterschied zu den semiprofessionellen Empfängern aus. weitere Lektüre: © Martin Bösch, 20.7.2003 |
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