![]()
|
Sony Corporation, TokyoCRF - 5090 Earth Orbiter |
|
|
überarbeitet am 25.9.2010 |
In den USA waren die Kofferempfänger "Zenith Transoceanic" mit der querverlaufenden Trommeltunerskala ende der sechziger Jahre ein grosser Erfolg, Sony nahm das Design mit dem CRF-5080 / CRF-5090 auf, das Design wird später in zahlreichen Weltempfänger aus Fernost wiederaufgenommen.
Der Kofferempfänger erinnert mit der querliegenden Skala und dem von
der rechten Schmalseite her bedienten Trommeltuner an die späten Zenith - Weltempfänger
aus der "Trans Oceanic" - Reihe. Das Gerät kann mit 110 resp. 220 V Wechselstrom, mit 12 V Gleichstrom aus einer Autobatterie (hier verwendet Sony einen sehr eigenwilligen Stecker mit einer gemeinsamen Buchse für die Batterie- und Netzspannung) oder aus 8 UM-1 Monozellen versorgt werden. An der Geräteoberseite findet sich rechts neben dem Drehknopf die Teleskopantenne. Das oberste Drittel der Frontplatte wird von der horizontalen Frequenzskala
eingenommen, der Trommeltuner wird mit einem kräftigen Drehschalter an der rechten
Geräteschmalseite bedient, in einem kleinen Fensterchen wird das gewählte Band angezeigt.
Kleine verschiebliche Plastikreiter erlauben es, Stellen auf der Skala zu markieren,
um eine Station wiederzufinden, der Skalenzeiger ist mit einer roten LED versehen,
die bei einem empfangswürdigen Signal aufleuchtet. Rechts neben den Frequenzskalen
findet sich allerdings auch ein schönes analoges S-Meter. Der Betrieb des CRF-5090 ist weitgehend selbsterklärend.
Den Power-Schalter auf "ON", Lautstärke einstellen, den Trommeltuner mit dem
Drehknopf an der rechten Geräteschmalseite einstellen, bis das gewünschte Frequenzband
angezeigt wird und am Tuningknopf drehen, bis das Radio spielt... Technisch ist der CRF-5090 in den AM-Bereichen als Einfachsuper mit einer ZF von 455 kHz geschaltet, im UKW-Band arbeitet er als Einfachsuper mit einer ZF von 10,7 MHz. Ein Schaltbild liegt mir leider nicht vor. Zusammenfassend beurteile ich den Sony CRF-5090 als ein Sammlergerät, mit einem den moderneren Zenith - Empfängern vergleichbaren klassischen Design, das in der vorgestellten Variante nicht nur die internationalen Kurzwellendienst (mit einer für den praktischen Einsatz allerdings ungenügenden Skalenablesegenauigkeit) ins Haus bringt, über guten UKW-Empfang verfügt, sondern als Dreingabe auch den Empfang der VHF-Flugfunkdienste erlaubt. Qualitativ unterscheidet er sich erheblich von den fernöstlichen ähnlich aussehenden Billiggeräten aus dem Hause Koyo etc. © Martin Bösch, 6.9.2008 |
||||