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Sony Corporation, Tokyo

ICF - SW55

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überarbeitet am 26.9.2010

Die Palette der portablen Sony-Weltempfänger wurde im Jahre 1991 um ein Gerät erweitert, das sich in Sachen Abmessungen wie auch Empfangsleistungen zwischen dem etwas grösseren ICF-2001D und ICF-SW77 und den kleineren Geräten der ICF-7600D - Serie einreiht. Der ICF-SW55 zeichnet sich durchdas Querformat mit dem schlitzförmigen Lautsprechertrichter und dem Multifunktionsdisplay mit alphanumerischer Bezeichnung der Senderspeicher aus.

Doppelsuper, ZF 55,845 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige, 1 kHz,
Feinabstimmung 100 Hz - Schritte

AM, USB/LSB, UKW-FM

Selektivität -6 dB/ -60 dB

Sensitivität

Abschwächer DX / Local, 20 Senderspeicher, Uhr, Timerfunktion, UKW-Stereo via Kopfhörer
Bedienungsanleitung

Der Sony ICF-SW55 ist mit seinem 19,4 x 12,7 x 3,9 cm grossen grauen Plastikgehäuse, das mit eine Klappe auf der Rückseite zum Betrieb pultförmig aufgestellt werden kann, nur geringfügig grösser, als die Empfänger der 7600 - Serie. Das futuristische Design des Gerätes mit seinen abgerundeten Ecken, der Tastenfülle, dem grossen Display und dem scheibenförmigen Abstimmrad lässt zunächst an ein Video-Game der neuesten Generation denken...
Die Funktionen des mikroprozessorgesteuerten Empfängers sind zu umfangreich, als dass ich im Detail auf alle eingehen könnte. Indem der Gerätelautsprecher im Gehäuseinnern eingebaut und der Schall über eine schlitzförmige Öffnung oberhalb des Displays abgestrahlt wird, kann der überlicherweise vom Lautsprechergrill eingenommene Platz auf der Frontplatte eingespart werden. Unter dem Lautsprecherabstrahlschlitz liegt dominierend das grosse multifunktionale LCD-Display, das über zahlreiche Geräteeinstellungen informiert, darunter eine Reihe Funktionstasten M1 - M5, die auf Speicherplätze oder Sonderfunktionen zugreifen lassen.
Die Tasten links oben schalten den Empfänger ein (in die Lock- Position geschoben verhindert der Hauptschalter das unabsichtliche Aktivieren des Radios im Reisegepäck) und aktivieren den Einschlaf- und Timerbetrieb. Die fünf dunklen runden Tasten darunter steuern die Funktionen der Weltzeituhr. Nachdem die Lokalzeit eingestellt und der aktuelle Standort mit dem Abstimmrad eingestellt wurde (beim Drehen werden zahlreiche Hauptstadtnamen und die Differenzen zur Weltzeit UTC angezeigt), kann auf Knopfdruck auf Weltzeit UTC umgeschaltet oder die aktuelle Zeit in einer anderen Zeitzone resp. Weltstadt angezeigt werden. Auf Knopfdruck wird die Sommerzeitfunktion aktiviert, eine andere Taste zeigt alternativ zur derzeit aktiven Zeitzone im Display an, in welchen zeitzonen momentan Nacht oder Tag herrscht. Diese Funktion ist zum gezielten Empfang zur Abschätzung der Ausbreitungsbedingungen auf der Kurzwelle nützlich.
Die darunterliegenden Tasten aktivieren die Senderspeicher, die 125 Speicherplätze sind in 25 Seiten zu je 5 Speichern organisiert, mit den Memory Page +/- -Tasten werden die Seiten angewählt und die alphanumerische Bezeichnung, die über die Zifferntasten programmiert werden kann angezeigt, die Tasten M1 - M5 rufen die 5 Speicherplätze der entsprechenden Seite auf. Im weiteren kann eine Seite mit Timereinstellungen und eine Seite mit AM-Sonderfunktionen aufgerufen werden, hiermit lässt sich die Betriebsart AM/USL/LSB, die Filterbandbreite schmal-weit und das MW-Abstimmraster aufgerufen werden. Tasten unterhalb der Menütasten sind zur Steuerung der Timer- und Weckfunktionen und zur Wahl der Betriebsart AM (Lang-, Mittel- und Kurzwelle) und FM (UKW) und zum Wechsel zwischen den Kurzwellenrundfunk- bändern vorgesehen.
Rechts des Displays liegt zuoberst der scheibenförmige mit einer Griffmulde versehene Abstimmknopf, dessen Bedienung bedientungsbedürftig ist und der nicht ganz reibungsfrei läuft. Kleine danebengelegene Tasten blockieren als Key Lock das gesamte Tastenfeld und schalten zwischen zwei Abstimmgeschwindigkeiten mit den Schrittweiten 100 Hz und 1 kHz um. Der Zifferntastenblock unterhalb des Abstimmknopfes kann zur direkten Frequenzeingabe und auch zur alphanumerischen Beschriftung der Speicherseiten eingesetzt werden, um die Frequenz 6155 kHz aufzurufen muss im AM-Betrieb dies Tastenfolge 6 - 1 - 5 - 5 - Exe eingegeben werden. Zwei gleich darunter gelegene Tasten stimmen das Radio manuell ab und starten auch die Suchlauffunktion.
Im Display wird oben die Zeitzonenkarte und daneben die aktuelle Uhrzeit und die Differenz zur Weltzeit UTC angegeben, der SW-55 bietet bessere Weltzeituhrfunktionen als einige separate Stationsuhren. unterhalb findet sich die Anzeige der Empfangsfrequenz auf 1 kHz genau, das Rundfunkband und die Signalstärke in Form eines LCD- S-Meter- Balkens. Zuunterst finden sich die grosse alphanumerische Anzeige der Speicherseitenbezeichnung (beispielsweise VOA_WASH, LONDON oder TROP-AFR zum Aufruf einiger Tropenbandstationen), die Nummer der Speicherseite und Markierungen, auf welchen der Menue-Tasten Frequenzen abgelegt sind.

Technisch schweigt sich die Bedienungsanleitung des SW-55 wie bei allen Sony-Weltempfängern über Details aus. Der SW-55 ist ein Doppelsuper mit einer hochliegenden ersten Zwischenfrequenz von 55,845 MHz und der gebräuchlichen zweiten ZF von 455 kHz, dennoch ist das Grossignalverhalten des recht empfindlichen Empfängers bei einem starken breitbandigen Signal ungenügend, Geisterstationen treten ungewollt in Bandabschnitten auf, in denen sie nichts zu suchen haben, bei Anschluss einer Langdrahtantenne ist ein externer Preselektor unabdingbar, sollen nicht nur Kreischen und Sprachfetzen von Mischprodukten starker benachbarter Stationen das gewünschte schwache Signal zudecken. Die keramischen ZF-Filter sind von durchschnittlicher Güte, das schmale 2,7 kHz-Filter reicht zum SSB-Empfang knapp aus und trennt bei etwas dumpfem Klang Stationen im 5 kHz-Raster ausreichend, das breitere Filter kann nur zum AM-Empfang ungestörter Stationen eingesetzt werden. Zum SSB-Empfang sind beide Seitenbänder wählbar, die kleinste Abstimmschrittbreite von 100 Hz reicht aus, um in Seefunk- oder Amateurfunkbetrieb hineinzuhören, zum richtigen SSB-Empfang oder gar Betrieb mit einem Funkfernschreibkonverter, etc. ist die Schrittweite zu grob. Ein Synchrondetektor ist im SW-55 leider nicht integriert. Mit vier UM-3 Batterien bringt der Sony 400 mW Musikleistung aus dem Lautsprecher, der Batteriefresser hält mit einem Batteriesatz im AM-Betrieb nach Handbuch gerade mal 7 Stunden durch, in den Ferien konnte ich etwa eine Woche lang täglich knappe zwei Stunden Radio hören.

weitere Lektüre:
d: Sony ICF - SW 55 - kompakt und leistungsstark, tte, wwh 3 / 92
d: Sony ICF SW-55, Bernd Klaus & Joachim Salisch, kurier 92
e: Sony ICF SW-55, R. Netherlands receiver test

© Martin Bösch