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Sony Corporation, Tokyo

ICF - SW 7600 G

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überarbeitet am 26.9.2010

Die 7600-Modellreihe der Sonyempfänger wurde zunächst 1987 mit dem ICF-7600DS resp. ICF 2003 fortgesetzt, neben geringfügigen technischen Verbesserungen wurde dem Gerät eine neue anthrazitgraue Farbe mit farblichen Akzenten spendiert und der Preis um etwa 30% gesenkt. Zu Beginn der neunziger Jahre spendierte Sony dem Radio als ICF-SW7600 ein neues Äusseres mit trendigen runden teils versenkten Tasten und dunkler Gerätefarbe. Die Technik mit 5 kHz- Abstimmschritten, lediglich 10 Senderspeicherplätzen blieb bestehen, neu war bei diesem Gerät die Uhrzeit nicht mehr gleichzeitig mit der Empfangsfrequenz ablesbar, die Timerfunktionen blieben ebenfalls unverändert. Ein technologischer Fortschritt war der äusserlich ganz ähnliche ICF-SW7600G mit kleineren Abstimmschritten, doppelter Speicherzahl und vor allem dem bei einem portablen Reiseempfänger erstmals integriertem Synchrondetektor zum automatisierten ECSS-Empfang. Eine Preissenkung machte dies 1995 erschienen Modell noch attraktiver.

Doppelsuper, ZF 55,845 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige, 1 kHz,
Feinabstimmung mit Rändelrad

AM, AM-Sync, SSB, UKW-FM

Selektivität -6 dB/ -60 dB

Sensitivität

Abschwächer DX / Local,

20 Senderspeicher, Uhr, Timerfunktion, UKW-Stereo via Kopfhörer

Bedienungsanleitung

Das anthrazitgraue 18,4 x 11,8 x 3,2 cm grosse Gehäuse des ICF-SW7600G wurde in seinen Dimensionen verglichen mit den Vorgängermodellen nicht verändert, neu wurde dem Gerät eine Klappe an der Rückseite spendiert, mit der es schräg aufgestellt werden kann, das Gewicht von 615 g des mit vier UM-3 Batterien bestückten Gerätes erlaubt das problemlose Mitführen auf Ferienreisen.
Hinter der linken Frontplattenpartie ist der Lautsprecher angebracht, die 400 mW Leistung reichen zur Versorgung eines Raumes aus, beim Betrieb mit Kopfhörern schafft der 7600G auf UKW auch Stereoempfang. Der Hauptschalter rechts oben auf der Frontplatte kann in die Lock-Position geschoben das versehentliche Einschalten des Empfängers im Gepäck verhindern, gleich daneben liegt der Sleep-Schalter. Mit dem Zehnertastenblock mit der für Sehbehinderte markierten Taste "5" kann eine Empfangsfrequenz direkt eingegeben werden, mit der AM/FM-Taste wird zunächst die entsprechende Betriebsart AM oder UKW vorgewählt. Die Tastenfolge Direct - 6 - 1 - 5 - 5 - Exec ruft Radio Oesterreich International aus Wien auf. Die mit gleichzeitigem Tastendruck auf Enter und eine Nummerntaste gespeicherte Frequenz kann später gewohnt einfach allein mit einem Druck auf die entsprechende Zifferntaste aufgerufen werden. Von einer eingestellten Frequenz aus kann der Empfänger auch manuell weiter abgestimmt werden, je zwei Up- und Down- Tasten die halbmondförmig angeordnet sind, erhöhen resp. vermindern die Empfangsfrequenz in Schritten zu 1 und 5 kHz. Auf einen Drehknopf zur Abstimmung wurde leider (konsequenterweise) weiterhin verzichtet. Die AM Band - Taste gemeinsam mit den Up- / Down- Tasten gedrückt, lässt dem Empfänger von einem zum nächsten Rundfunkband springen. Die Key protect - Taste inaktiviert sämtliche Tasten und soll unbeabsichtiges Verstellen verhindern, die Standby Memory A/ B - Tasten werden mit den im Timerbetrieb zu aktivierenden Stationen belegt. Im LCD-Display, das auf Knopfdruck auf die Light-Taste auf der Gehäuseoberkante beleuchtet werden kann, zeigt beim Betrieb entweder die Empfangsfrequenz auf 1 kHz genau, oder die Uhrzeit an. Des weiteren ist die Nummer des aktivierten Stationsspeichers, die Aktivierung von Timer- Sleep-Betrieb, der Tastaturverriegelung ersichtlich und die drohende Batterieerschöpfung wird ebenfalls signalisiert. Kleine Leuchtdioden oberhalb des Displays signalisieren rot den Empfang eines ausreichend starken Signals und grün das Einrasten des Synchrondetektors im ECSS-Betrieb.
An der rechten Geräteschmalseite sind übereinander der Lautstärkeschieberegler, der Tonblenden- schalter, der Betriebsartenschalter für normalen AM-Empfang, AM mit Synchrondetektor und SSB-Empfang, der Schalter zur Wahl des Seitenbandes und die Rändelschraube zur +/- 1,5 kHz-Feinabstimmung im ECSS und SSB-Betrieb angeordnet, die Bedienelemente sind entsprechend den knappen Platzverhältnissen klein ausgefallen. Die Antennenbuchse, der Eingangsabschwächer und die Buchen für Kopfhörer und Kassettenrecorder wie die Spannungsversorgungsbuchse für den Netzadapter finden sich an der linken Schmalseite des ICF-SW7600G.
Die Empfangsleistungen des Gerätes sind für einen Reiseempfänger überdurchschnittlich gut, dank der auf 1 kHz verkleinerten Abstimmschritte kann im AM-Empfang bei störenden Nachbarkanalstationen etwas ausgewichen werden. Bei stärkeren Störungen und Fading leistet der Synchrondetektor beste Dienste. Er rastet zum automatischen ECSS-Empfang schon bei geringer Signalstärke auf den Träger einer Station ein, danach kann bei gestörtem Empfang mit dem Seitenbandwahlschalter selektiv das weniger beeinträchtigte obere oder untere Seitenband der Demodulation zugeführt werden, wodurch sich die Verständlichkeit enorm verbessert. Der Synchrondetektor erscheint mit wirksamer als bei verschiedenen Stationsempfängern, erreicht aber für mich die Qualität der Schaltung in Sony's ICF-2001D nicht ganz.
Dank der verringerten Abstimmschrittweite, den zusätzlichen Speicherplätzen, dem beleuchtbaren Display und vor allem dem Synchrondetektor hat sich der ICF-SW7600G einen Spitzenplatz unter den Reiseempfängern erworben. Sony's Miniaturempfängern würde ich persönlich nur den Vorzug geben, wenn es wirklich um einige Zentimeter oder Gramm Ersparnis im Gepäck geht, was mit einem Abstrich an Tonqualität und Verständlichkeit erkauft werden muss.

weitere Lektüre:
d: Reisebegleiter Sony ICF-SW7600G, weltweit hören 12 / 1994
d: Sony ICF-SW7600G, kurier 22 / 1994
e: Sony ICF SW-7600G, R. Netherlands receiver test

© Martin Bösch