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Sony Corporation, Tokyo

ICF - 7601

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überarbeitet am 26.9.2010

Ende 1988 stellte Sony den Nachfolger des analogen Doppelsupers ICF-7600A vor. Der Sony ICF-7601 ist, wenn man das Format und das schwarze Konststoffgehäuse betrachtet, ohne Probleme der 7600er-Serie zuzuordnen, resp. trägt zur Verwirrung zwischen den Typen bei. Die Anzahl gespreizter Kurzwellenbänder wurde auf 9 erhöht.

ICF - 7601 internationale Version, Tropenbandbereich 120 - 75 m
ICF - 7601L Europa - Version mit Langwellenbereich
Doppelsuper

Analoganzeige, um 20 kHz

AM, FM-UKW

UKW, LW, MW, 9 x SW (60 - 13 mB)

Selektivität -6 dB/ -60 dB

Sensitivität

Der Sony ICF-7601 hat mit seinen 120 x 185 x 32 mm nahezu dieselben Abmessungen, wie seine Vorgänger, das Kunststoffgehäuse ist ebenfalls in Schwarz ausgeführt. Die mechanisch ausgelösten Drucktasten zur Wahl des Frequenzbereiches sind elektronisch umgeschalteten Tasten gewichen, immer noch gibt's eine Taste OFF zum Ausschalten.

Die linke Hälfte der Front wird vom knapp 7 cm durchmessenden Lautsprecher eingenommen. Der Grossteil der rechten Hälfte der Frontplatte wird vom Skalenfenster mit den vertikal angelegten Bandspreizskalen für die 60, 49, 41, 31, 25, 21, 19, 16 und 13 m- Kurzwellenbänder eingenommen. Ganz links die Langwellenskala mit dem in einem Schlitz erkennbaren Zeiger, bei der internationalen Version überstreicht dieser Bereich die 120 - 75 m Tropenbänder. In der schlitzförmigen Skala ganz rechts ist das Zeigerchen für Mittel- und Ultrakurzwelle zu erkennen, dafür sowie zum Entziffern der in blassem Hellblau auf grauem Untergrund gedruckten Meterbandbezeichnungen braucht man bei der unbeleuchteten Skala gutes Tageslicht.
Rechts unten finden sich die runden Bandtasten für FM, MW, SW1-9 und LW, ein Druck auf die Bandtaste schaltet den Empfänger ein, eine kleiner roter Punkt markiert den aktiven Bereich. Das gewünschte Kurzwellenband wird mit dem Schiebeschalter ausgewählt, eine ebenfalls erst auf den zweiten Blick erkennbare blassblaue Marke im Fensterchen unterhalb der Frequenzskalen zeigt das aktive Kurzwellenband an. Ein Druck auf die türkisgrüne Taste OFF schaltet den ICF-7601 aus, der Schiebeschalter LOCK links der Langwellentaste blockiert die Tasten und verhindert unbeabsichtigtes Einschalten des ICF-7601 im Reisegepäck... Als rudimentärer Feldstärkeindikator dient die in diesem Segment typische kleine rote LED.
Der leider als technisch eher anfälliges Schiebepoti ausgeführte Lautstärkeregler und die schaltbare Klangblende wurden auf die rechte Geräteschmalseite verbannt. Der Abstimmknopf erlaubt eine erfreulich spielfreie Abstimmung, die Frequenzmarken liegen 50 kHz auseinander.
Auf der linken Schmalseite liegen die Buchsen für Ohrhörer (de Anschluss eines Recorders ist nicht vorgesehen) und ein center - negatives 6V - Netzteil. Alternativ kann der ICF-7601 von 4 UM3-Batterien versorgt werden.

Bezüglich der Bedienung stellt der kleine Sony keine gehobenen Ansprüche: das Gerät zielte auf ein Kundensegment, das ein einfach zu bedienendes Gerät schätzt. Eingeschaltet wird mit der Bereichstaste, zum Beispiel mit SW1-9, der Schiebeschalter auf 2 aktiviert das 49 m-Band, Sender suchen und Lautstärke optimal einstellen. Bei dem Analogempfänger muss eine Station über den Tonfall des Moderators, die Identifikation beispielsweise vor den Nachrichten oder nach alter Väter Sitte mit dem Pausenzeichen identifiziert werden.
Zum Empfang von Funkamateuren oder Telegraphie- / Funkfernschreibdiensten ist das Gerät ohne SSB-Empfang nicht geeignet, etliche Ausserbandfrequenzen können nicht eingestellt werden. Ich persönlich ziehe auch auf Auslandsreisen ein Gerät mit PLL-Synthesizer und digitaler Frequenzanzeige vor, also eine Gerät aus der Klasse des ICF-7600D oder ICF-SW7600, zumal diese von Abmessungen und auch Gewicht nahezu identisch sind. Mit dem ICF-7601L sprach Sony explizit die Freunde des Einfachen an. In dieser Hinsicht setzte der Doppelsuper allerdings die Qualitätslatte hoch, von zahlreichen ähnlichen Geräten mit Analogskalen - von den chinesischen aus dem Kaffeegeschäft bis zu den Grundig-Geräten der letzten Generation mit Innenleben aus Fernost - wurde die Empfangsqualität des Sony nur ansatzweise kopiert.

 

© Martin Bösch 20.5.2005