Home

Sony Corporation, Tokyo

Reiseempfänger der 7600er - Reihe

Sony Logo
Reiseempfänger
Portable Empfänger
Stations-Empfänger
Oldie - Empfänger
"Boatanchors"
Militärisches Gerät
 
Sony (Reiseempf.)
Sony 7600er - Reihe
 
Sony ICF-2001
Sony ICF-2001D
Sony ICF-7600
Sony ICF-7600A
Sony ICF-7600D
Sony ICF-7600DS
Sony ICF-7601
Sony SW-7600
Sony SW-7600G
Sony SW-12
Sony SW-15
Sony SW-20
Sony SW-22
Sony SW-33
Sony SW-40
Sony SW-55
Sony SW-77
Sony ICF-SW1
Sony ICF-SW100
Sony ICF-SW1000
Sony ICF-SW600
Sony ICF-SW800
 
Empfängerliste
Empfänger - Manuals

überarbeitet am 26.9.2010

Auf dem internationalen Markt landete Sony mit dem ICF-7600 einen Volltreffer: der erste Weltempfänger im Taschenbuchformat, der mit seinen Bandspreizskalen für die einzelnen Kurzwellenrundfunkbänder eine ausreichende Ablesegenauigkeit bot. Er wurde um Urahn einer Reihe von Weltempfängern, die - vielleicht nicht ganz so bahnbrechend im Design wie der Ur-"Walkman" - über Jahre hinaus das Bild von einem Reise - Weltempfänger prägte. Auch im neuen Jahrtausend führt noch ein Gerät die magischen Ziffern 7600 in der Bezeichnung.
Die knapp 500 g schweren, mit weltweit verfügbaren UM3-Batterien versorgten Empfänger haben alle nahezu gleiche Abmessungen. Links liegt jeweils der Lautsprecher, rechts die analogen Skalen oder die Digitalanzeige, oben eine kleine Teleskopantenne.

Der 1978 erschienene Sony ICF-7600, ein Einfachsuper mit gespreiztem 75, 49, 31, 25 und 19 m-Band hatte noch Schwierigkeiten mit Spiegelfrequenzen und schlechtem Dynamikbereich. Um 1980 wurde in Europa der ICF-7600W eingeführt, dessen UKW-Bereich entsprechend der postalischen Vorschriften nur von 88 - 108 MHz reichte.
Nachfolger war 1983 der ICF-7600A in der internationalen Version, respektive der ICF-7600AW in der Europa-Version mit postfrommem UKW-Bereich. Technisch gelang die Sensation, in dasselbe Gehäuse einen Doppelsuper hinzuzwängen, der das 49, 41, 31, 25, 19, 16, 13 m-Band abdeckt.
Nach gleichzeitiger Einführung des ICF-7600D, der mit PLL-Synthesetechnik, Speicher- und Uhrfunktionen die technisch versierteren Hörer ansprach, wollte Sony weiterhin bei den Freunden einfach zu bedienender Reiseradios am Ball bleiben. Beim ICF-7600DA versuchte man es mit einem Gerät, das intern die PLL-Synthesetechnik verwendet, mit einem digital nachgebildeten Skalenstrich auf einer analog anmutenden Skala aber das Feeling eines Analogempfängers aufrechterhalten sollte. Das Gerät mit seiner Abstimmschrittweite von 5 kHz, Speicher- und Uhrfunktionen setzte sich nicht durch, Hörer mit technischem Flair blieben dem tauglichen ICF-7600D treu.
So brachte Sony im Jahr 1988 mit dem ICF-7601 wieder einen rein analogen Reiseempfänger auf den Markt, der mit Doppelsupertechnik und grosszügiger Bandausstattung, sämtliche Rundfunkbänder von 60 - 13 m, glänzte. Im Gegensatz zur internationalen Version mit einem Bereich 120 - 75 m deckt das Modell ICF-7601L in Europa den Langwellenbereich mit ab. Unter der Konkurrenz der Analogempfänger setzte dieses Gerät die Latte hoch, bis Anfang der neunziger Jahre die Sony ICF-SW10 / SW20 folgten.

Als Sensation erlebte ich 1983 die Einführung des ICF-7600D. Dieser erste mikroprozessorkontrollierte Reiseempfänger im Klein- (d.h. Taschenbuch)format stellte sogar den ICF-2001 bezüglich Empfangsleistungen in den Schatten, verfügt über zehn Senderspeicher, eine Uhr mit separater dauernd ablesbarer Zeitanzeige und erlaubt mittels BFO sogar Einseitenbandempfang. Im Gegensatz zu den Analoggeräten geschieht die Abstimmung nur mittels direkter Frequenzeingabe, UP-/DOWN-Tasten oder einem automatischen Sendersuchlauf, ein Tuningknopf fehlt. Als Gegenwert für die mühsam ersparten 698.- sFr. konnte man damals recht viel Radio bekommen, das Sony-Gerät übertraf aber alle Konkurrenz was Kompaktheit des Gerätes und Einfachheit der Bedienung angeht.
Im Jahre 1987 wurde das Gerät optisch überarbeitet einer nun anthrazitgrauen Version zu einem deutlich niedrigeren Preis als ICF-7600DS angeboten.
Drei Jahre später brachte Sony den ICF-SW7600 auf den Markt, nun mit deutlich überarbeitetem Design, den für diese Serie typischen runden Knöpfen, aber de facto denselben technischen Möglichkeiten. Die UP- / DOWN-Tuningtasten sind bei diesem Modell unten in einer geraden Reihe angeordnet.
Einen deutlichen technischen Fortschritt machte in der Folge der äusserlich recht ähnliche ICF-SW7600G. Nur dieses Geräte mit den in einem Halbrund angeordneten Abstimmtasten ist mit der Synchrondetektorschaltung für automatischen ECSS- Empfang ausgestattet, ähnlich der SYNCH-Schaltung beim legendären ICF-2001D.
Im April 2001 wurde das Gerät in einer silberfarbenen kosmetisch überarbeiteten Version mit neu 100 Speichern als ICF-SW7600GR vorgestellt und von Sony bis heuet weiterhin erfolgreich vermarktet, weiterhin als einziges portables Gerät mit Synchrondetektor auf weiter Flur...

Reiseempfänger der "7600er - Familie"

ICF-7600 (W) (1978): Einfachsuper, UKW, MW, 5xSW(75-19m), Analoganzeige mit Bandspreizung
ICF-7600 A (W) (1983): Doppelsuper, UKW, MW, 7xSW (49-13m), Analoganzeige mit Bandspreizung
ICF-7600 D / ICF-2002 (1983): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz - 29,995 MHz, Digitalanzeige 5kHz, FM-UKW,AM,SSB (BFO), 10 Speicher, Fine tuning, Uhr mit Weckfunktion Bedienungsanleitung
ICF-7600 DS / ICF-2003 (1987): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz - 29,995 MHz, Digitalanzeige 5kHz, FM-UKW,AM,SSB (BFO), Fine tuning, 10 Speicher, Uhr, farbliche/ techn.Anpassungen Bedienungsanleitung
ICF-7600 DA / ICF-7700 (1987): Doppelsuper, UKW, LW, MW, 12xKW (90-11m), Digitalanzeige 5kHz & digital analoge Balkenanzeige, FM-UKW,AM, 15 Speicher Bedienungsanleitung
ICF-7601 (1988): Doppelsuper, UKW, MW, 10xSW (120-13m), Analoganzeige mit Bandspreizung
ICF-SW7600 (1990): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz - 29,995 MHz, Digitalanzeige 5kHz, FM-UKW,AM,SSB(BFO), Fine tuning, 10 Speicher, Uhr
ICF-SW7600G (1995): Doppelsuper, UKW, AM 153 kHz - 29,995 MHz, Digitalanzeige 1kHz, FM-UKW,AM, AM-Sync, SSB(BFO), Fine tuning, 10 Speicher, Uhr

weitere Lektüre:
e: WRTH tests portable receivers, Larry Magne, WRTH 1984
e: the Sony ICF 7600 Confusion, WRTH 1988

© Martin Bösch