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Telefunken / AEG - Telefunken AG, Ulm

E 639 AW

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überarbeitet am 1.5.2011

Einfachsuper, ZF 525 kHz

Analoganzeige, ca. 20 kHz

AM, CW / SSB

0,25 - 30 MHz

Selektivität -3 dB
0.5 / 1.5 / 6 kHz

Sensitivität

RF-Gain, AGC

Der E 639 AW wurde in der Mitte der sechziger Jahre entwickelt, der transistorisierte Such- & Überwachungsempfänger kam wohl vornehmlich bei der Deutschen Bundeswehr und Marine zum Einsatz.
Zum Empfang der zur Navigation wichtigen Langwellenbaken war ein VLF-Vorsatz lieferbar, der LW 639 deckt den Bereich von 9,8 - 570 kHz ab.
Als Alternative kam das Gerät als ELK639 mit dem Längstwellenvorsatz in einem Gerät auf den Markt.

Das Gerät im Tischgehäuse misst 39 x 22,4 x 35 cm und bringt 16 kg auf die Waage, der Längstwellenvorsatz hat dieselbe Bauhöhe und -tiefe.
Der Empfänger kann mit 110 resp. 220 V Wechselstrom vom Netz oder beispielsweise auf einem Boot auch mit 24 V Gleichstrom betrieben werden.
Lediglich der Kopfhöreranschluss findet sich auf der Front, die weiteren Anschlüsse an der Rückseite des Empfängers.

Auf der klar strukturierten Frontplatte findet sich rechts oben unter dem Anzeigeinstrument der Hauptschalter mit den Stufen Aus / Ein / Sparbetrieb, links davon liegt der abschaltbare Lautsprecher.

Die sich drehende Trommel mit den Horizontalskalen ist in der Mitte der Frontplatte plaziert, darunter liegen die zehn Drucktasten zum Anwählen des gewünschten Bands, was dem Empfänger ein eigentümliches Aussehen verleiht.
Oberhalb der Bereichstasten findet sich links der Betriebsartenschalter mit den Positionen Handregelung (d.h. MGC) A1 und A2/A3 sowie automatische Regelung (AGC) A2/A3 und A1 (für CW / SSB-Empfang ist dann der BFO aktiviert. Links vom Skaleneichknopf findet sich der NF-Verstärkungsregler, der Lautstärkeregler, rechts die HF-Verstärkung und ganz rechts der Abstimmknopf.
Als weitere Bedienlemente finden sich dann nur noc hder BFO-Regler und der Bandbreitenschalter links von der Frequenzskala.

Zum Betrieb wird der Empfänger ans Netz angeschlossen und oben rechts eingeschaltet, der interne Lautsprecher sollte eigeschaltet sein.
Zur Frequenzeinstellung wird der entsprechende Bereich mit der entsprechenden Drucktaste gewählt, zum AM-Empfang (A3) wird die Betriebsart A2/A3 mit automatischer Regelung gewählt, als ZF-Filter wird dazu in der Regel das +/- 3 Filter eingesetzt.
Zum CW / SSB-Empfang (A1) wird das +/- 0.25 oder +/- 0.75 kHz-Filter gewählt, dann sit die Regelung des BFO zur Erzeugung des Überlagerungstons aktiv. Je nach Fadingsituation lohnt sich ein Versuch mit Handregelung des RF-Gain mittels "HF-Regelung".

Optional kann der E 639 AW zusammen mit einem PV897DF RTTY-Adapter zum Funkfernschreiben, mittels BPA639WA Panorama Output und einem PAG724/725 Sichtgerät mit Panoramasichtgerät betrieben werden, weitere Optionen sind ein QO639AW/1 Quarzoszillator und der EO639AW/2Eichmarkengeber sowie der erwähnte LW639 Längstwellenvorsatz.

Der E639AW ist ein im Vergleich mit anderen "boatanchors" recht kompakter konventionell aufgebauter Analogempfänger, der als Einfachsuper eine gute Empfangsqualität auf den Kurzwellenbereichen zeigt und vor allem mit dem VLF-Zusatz als Längst-, Lang- und Mittelwellenempfänger einen sehr guten Eindruck hinterlässt, die suboptimale Frequenzablesegenauigkeit kommt auf den niedrigeren Frequenzbereichen weniger zum Tragen.
Ganz herzlichen Dank an OM Hans Schertenleib, der mir seinen in tollem Zustand empfindlichen Empfänger überlassen hat.

© Martin Bösch 1.5.2011