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Yaesu Musen Company Ltd., Tokyo

Modifikation YAESU FRG 7700
© weltweit hören 11 / 1986

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Empfängerliste

überarbeitet am 21.7.2002

Doppelsuper, ZF 48,055 MHz, 455 kHz

Digitalanzeige, 1 kHz

AM, USB/LSB, FM-n

Selektivität -6 dB/ -50 dB
2,7/8 kHz, 6/15 kHz, 12/25 kHz

Sensitivität
AM < 5 uV, SSB < 0,5 uV

Abschwächer stufenlos, AGC 2x, NB

12 Speicher, Schaltuhr

Zwar nicht so alt wie der FRG7 oder der ihm sehr ähnliche FRG7000, ist der FRG7700 ein "Halbsynthesizer", und als solcher dem KENWOOD R - 1000 nachempfunden. Trotzdem ist er es wert, verbessert zu werden, denn das Schaltungsprinzip ist in Ordnung. Mit Speichereinheit gibt es auch keine Stabilitätsprobleme, Exemplare ohne Speichereinheit lassen sich in ähnlicher Weise wie schon für den FRG - 7000 beschrieben, stabilisieren. Doch nun zur Sache:

1) Parallel zum SW Eingang 22 mikroHenry, und parallel zum BC Eingang 1000 mikroH legen, um Aufladungen von der Antenne abzuleiten.
2) R 3 (47 Ohm), der in der Nähe des Antenneneingangs liegt, auf 470 Ohm ändern, um die Dämpfung des Abschwächers zu verringern.

Sofern nicht anders angegeben, liegen alle weiteren Bauteile, deren Werte geändert werden, auf der Hauptplatine, deren Ausbau erforderlich ist.
3) R01 (4k7), und R03 (470 Ohm) ersatzlos entfernen, um Verkoppelungen zwischen BC und SW Antenneneingängen zu verringern.
4) C07 (47nF) auf 4n7 und C69 von 10nF auf 2n2 reduzieren, um LF - Störungen abzusenken.
5) R46 (470 Ohm) auf 330 Ohm reduzieren und mit 1000mH in Serie schalten, um die Kollektorströme von Q01 bis Q06 zu erhöhen.
6) R60, R61, R76 und R78 von 470 Ohm auf 330 Ohm reduzieren, um die Querströme im 1. und 2. Mischer zu erhöhen.
7) R79 (100 Ohm) auf 100 MikroHenry ändern, um die Mischerentkopplung zu verbessern.
8) C94 und C95, beide 10 nF, auf je 1 nF reduzieren, um T09 und T10 weniger zu belasten.
9) R85 (4k7) entfernen, um die Kreisgüte von T09 zu steigern.

ACHTUNG: Wurden Schritte 8 und 9 durchgeführt, so sind beim anschließenden Abgleich auch T09 und T 10 auf maximale Verstärkung nachzugleichen!

10) C89, C101, C111 und C117 (je 10 nF) auf 560pF reduzieren, um T08, T10, T11 und T12 weniger zu belasten.
11) R65 (12 k) ersatzlos entfernen, um die Kreisgüte von T05 zu steigern.
12) R124 (10 k) ersatzlos entfernen, um die Kreisgüte von T13 zu steigern

Anmerkung: Grundsätzlich wäre es möglich, auch R115 (10 k) zu entfernen; die Verstärkung und damit das Rauschen in der 2.ZF würde allerdings so hoch ansteigen, daß dies durch eine weitere Verringerung der Werte der Koppelkondensatoren, die mit Widerständen in Serie geschaltet werden müßten, auszugleichen wäre, was zu Schwingneigung führen könnte. Daher rate ich davon ab, zumal dann die Exemplarstreuungen der Transistoren noch hinzukommen.

13) Als ZF Filter empfehle ich folgende Kombination:
CFO1: CFW 455 HT oder CFG 455H, 6kHz
CF02: CFJ 455 k6 oder — allerdings teurer— ICOM FL-44A, 2,3 kHz
CF03: CFS 455 J 3 kHz
CF04: CFS 455 H 6 kHz

14) C164 (470uF) auf 47uF reduzieren, um Klang heller zu machen.
15) C158 (1OOnF) 330nF parallel schalten, um Klangregelbereich zu vergrössern
16) Auf der FM-Platine empfehle ich, als CF 7001 ein LF-H 12 oder ein CFW 455F, beide 12 kHz, oder nach Bedarf auch ein schmäleres Filter, aber nicht unter 6 kHz. zu verwenden.
17) R32 (10 k) auf der FM-Platine ist gegen einen 6n8 Kondensator auszutauschen, um eventuelle Brummodulationen abzusenken.
18) Einen 47 uF Elko mit (—) an den schwarzen und mit (+) an den blauen Draht des Außenlautsprechers löten, um das NF-Rauschen abzusenken.
19) Einen Elko, 1 bis 4u7, je nach Kopfhörerimpedanz und Geschmack, mit (—) an den schwarzen und mit (+) an den grauen Draht des Kopfhörersteckers anlöten, um auch im Kopfhörer das Rauschen abzusenken.
20) Als Netzfilter empfehle ich ein SCHAFFNER FN 327-1/01, dessen Einbau auch von innen ohne Erweiterung des Loches für den Netzstecker erfolgen kann. Beachten Sie, daß die Schutzleiterverbindung zum Chassis einen grösseren Querschnitt als die Netzspannungszuleitung haben soll.

21) Im Netzteil werden vier Kondensatoren 4n7/ 100 V über D1 und ein weiterer 4n7/ 100V Kondensator über D03 gelegt, um möglicherweise dort auftretende Störungen zu verhindern.
22) Wie immer empfehle ich die beiden Deckel (auch das kleine Türchen für die Pufferbatterien nicht vergessen!) mittels kurzer Drahtstücke auf Masse zu legen, um die Abschirmung zu verbessern. Lötstellen vorher von Lack sorgfältig durch Abkratzen befreien und verzinnen!

23) Nach sorgfältigem Neuabgleich gemäß Service Manual FRG 7700, Punkt 3 - 31, sowie der Durchführung eventuell erforderlicher Anderungen gemäß Punkt 2 - 12 steht dem Dxen nichts mehr im Wege.

© Georg Lechner, wwh 2 / 1987