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Zenith Radio Corp , Chicago, IL

Trans Oceanic Royal D7000

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überarbeitet am 28.9.2010

1969 kam Zenith mit dem Royal D7000 auf den Markt, dieser Empfänger verfügte nicht nur über UKW-Empfang sondern auch über einen BFO zum Empfang von CW/SSB-Aussendungen.

Einfachsuper,

Analoganzeige , LW, MW, SW1 1,6-3,5 MHz, SW2 3,5-9 MHz, 31, 25, 19, 16, 13 m Band, UKW, VHF Weather 160 MHz

AM, FM (im UKW Bereich)

Empfindlichkeit

Selektivität

Batteriebetrieb 8 x UM-1, Netzbetrieb 115/220 Volt

Als letzter Vertreter klassischen solid state Trans Oceanics ist der Royal D7000 mit einem UKW-Tuner und zusätzlich dem VHF-Weather Band ausgestattet. Das 35 x 26 x 15,7 cm grosse Gerät bringt ca. 2 kg auf die Waage.
Der Empfänger wird mit acht 1,5V - Batterien betrieben, eine neunte Batterie wird zum Betrieb der Skalenbeleuchtung benötigt. Alternativ kann der Empfänger mit 115 (umschaltbar auf 230) Volt Wechselspannung vom Netz betrieben werden.

An der Oberkante verfügt der Empfänger über einen Tragegriff, die Teleskopantenne ist nicht mit ddem Tragegriff vereint sondern ist etwas dahinter durch Anheben einer Lasche ausklappbar.

Im obersten Bereich der Frontplatte ist die Frequenzskala mit dem Sichtfenster des Trommeltuners angeordnet, dieser wird mit einem Drehschalter von der rechten Geräteschmalseite betrieben, ein ganz ähnliche Konfiguration findet sich an einigen Grundig - Geräten wie auch am Sony Earth Orbiter oder dem T1000 von Braun.
Der Abstimmknopf ist in die grosse Lautsprecherabdeckung eingelassen, in einem quadratischen Feld links daneben finden sich zur Linken in einer Reihe von oben nach unten das Signalstärkeinstrument, die Ohrhörerbuchse, der Umschalter AM/FM, der Bandbreitenschalter NORM (weit) / SHARP (schmal) und der Schalter für das Anzeigeinstrument. Rechts daneben finden sich von oben Drehregler für den BFO zum CW/Einseitenbandempfang, der RF-Gainregler für die manuelle Regelung der HF-Verstärkung, der Tonregler und der Lautstärkeregler.
Die Frontplattenabdeckung ist nach oben und unten aufklappbar, die obere Abdeckung gibt die Senderskala und die untere die untere Häfte der Frontplatte mit den Bedienelementen und dem Lautsprecher frei. Unter einem Fach mit einer Kompassrose findet sich eine ringgebundene in beschichtetem Papier ausgeführte Anleitung zum Kurzwellenempfang mit Frequenztabelle - beim Durchgehen der Stationsbezeichnungen aus den sechziger Jahren kommen sofort nostalgische Gefühle hoch. Die Weltzeitumrechnungs"uhr" ist speziell aufgebaut, mit zwei Rändelrädchen kann die Zeitskala wie eine Filmskala hin- und herbewegt werden.

Die Bedienung ist völlig unproblematisch, der Hauptschalter ist mit dem Lautstärkeregler kombiniert, mit dem Trommeltuner - Bandschalter wird das gewünschte Frequenzband eingestellt. Der Royal 7000 verfügt über Lang- und Mittelwelle (hier als BC bezeichnet), die Tropenbänder und die 49 und 41 m Rundfunkbänder, welche in den USA nicht so hohe Bedeutung haben, sind in den 2-4 und 4-9 MHz Bereichen markiert. Nur die 31, 25, 19 und 16m Kurzwellenbereiche verfügen über eine rudimentäre aber brauchbare Skaleneichung, auf den Luxus einer digitalen Frequenanzeige muss verzichtet werden - was wohl neben dem hohen Preis in Europa auch zum mässigen Erfolg der späten Zenith-Geräte beigetragen haben dürfte.
Aufgrund des Einfachsuperprinzips muss mit Spiegelfrequenzen sehr starker Sender gerechnet werden, die Empfindlichkeit ist mit der der Grundig - Geräte aus dem gleichen Zeitraum vergleichbar, im Gegensatz zu den Vormodellen sind zwei schaltbare ZF-Bandbreiten verfügbar. Die Skaleneichung mag nur in den gespreizten 31 - 13 m Bändern zu befriedigen, in den Tropenbändern und im 49 m Band, das vom Bereich 4-9 MHz abgedeckt wird, ist die Frequenzablesegenauigkeit ungenügend. Der D7000 verfügt über einen schaltbaren BFO und zusätzlich auch über einen RF Gain - Regler, mit ihm ist somit rudimentärer Empfang von CW- und Einseitenband- Aussendungen in den Amateurfunkbändern möglich. Allerdings sind die populären 80 und 40 m-Amateurfunkbänder in den schlecht gespreizten Skalenanteilen gelegen, und die Afu-Bänder in den Bandspreizskalen teilweise nicht abgedeckt, was den Wert des BFO erheblich schmälert.

Ebenfalls eine Spezialität des D7000 ist die Abdeckung des "Weather Bands" um 160 MHz im VHF-Bereich, in diesem Band werden in den USA Wetteralarmmeldungen ausgestrahlt, in Europa ist dieser Bereich nutzlos; dass zudem in Deutschland ein Abhörverbot für VHF-Frequenzen galt, vermochte die Popularität des Geräts in Deutschland nicht zu steigern.

Zusammenfassend ist der Trans Oceanic Royal D7000 ein schönes Sammlerstück, das als Reiseradio heute noch bescheidene Ansprüchen im Kurzwellenempfang zu befriedigen vermag und einen guten Mittelwellen- und UKW-Empfang bietet, die Goodies wie der BFO und die Abdeckung des VHF-Weather Bands sind leider weitgehend nutzlos.

weitere Lektüre:
d: Zenith Trans-Oceanic Royal D7000 im www.radiomuseum.org
e: The Zenith Trans-Oceanic - the Royalty of Radios, Bryant and Cones, Schiffer Publishing Ltd.

© Martin Bösch 4.2.2009